Sponsor "Wohninvest" will auch beim Weser-Stadion einsteigen

Bild: DPA | Neundorf/Kirchner
  • Namens-Sponsor möchte auch Anteile der Stadion GmbH kaufen
  • Wohninvest will unter anderem Innenräume an Firmen vermieten
  • Stadt ist als Miteigentümer von Anteils-Verkauf nicht überzeugt

Das Weser-Stadion heißt seit zweieinhalb Jahren offiziell "Wohninvest-Weser-Stadion". Jetzt will der Sponsor und Namensgeber auch mit Anteilen bei der Stadion GmbH einsteigen. Die Stadt, der das Weser-Stadion zur Hälfte gehört, sieht die Pläne allerdings kritisch.

Das Weser-Stadion ist für Werder eine große finanzielle Belastung. Allein durch die Spiele des Zweitligisten trägt es sich nicht, rund sechs Millionen Euro muss Werder jährlich aufbringen, um die Kredite für Umbauten in der Vergangenheit abzuzahlen.

Stadion gehört zur Hälfte der Stadt Bremen

Erleichtern könnte die Situation für Werder nun der Vorstoß der Wohninvest: Das Immobilienunternehmen will auch als Investor bei der Betreibergesellschaft des Stadions einsteigen. Eine Idee des Sponsoren: Ungenutzte Räume, wie zum Beispiel die VIP-Logen an Firmen weiter vermieten für temporäre Arbeitsplätze. Konkret wollte die Wohninvest sich jedoch nicht gegenüber buten un binnen äußern.

Die neuen Pläne des Investors, Anteile zu kaufen, erreichten das Finanzressort und die Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) als stellvertretende Ausichtsratsvorsitzende vor ein paar Tagen. Aktuell sieht sie in den Plänen keine Verbesserungen. "Wir brauchen eine bessere Ausnutzung des Stadions, auch der Innenräume", sagte Vogt. "Aber dazu muss man nicht zwingend in einen Verkauf gehen, es kann eben auch eine Verpachtung in Frage kommen."

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. Januar 2022, 19:30 Uhr