Hat Flügelspieler Wimberg das Zeug zum Starter bei den Eisbären?

Der gebürtige Oldenburger Jan Niklas Wimberg ist ein hoffnungsvolles Basketball-Talent. Bei den Eisbären Bremerhaven hofft der 22-Jährige auf den Durchbruch.

Mit 2,06 Metern Körpergröße ist Jan Niklas Wimberg einer der größten Spieler im Kader der Eisbären Bremerhaven. Seine derzeitige Rolle im Team des Basketball-Bundesligisten beeinflusst dieser Umstand nicht. Wimberg kommt bei Trainer Arne Woltmann nur von der Bank. Diese Rolle nimmt Wimberg an – zumal sie sehr wichtig ist und genau das verkörpert, wofür die Eisbären gerne stehen würden.

Kampf und Energie sind die Schlagworte, die Basketball-Zuschauer sofort mit den Eisbären in Verbindung bringen soll – zumindest wenn es nach Wimberg geht. Beides versucht der gebürtige Oldenburger als Einwechselspieler zu bringen. "Wenn ich komme, bringe ich Energie und mache viele Kleinigkeiten auf dem Feld. Ich bin sehr variabel und kann der Mannschaft so am besten helfen", sagt Wimberg.

"Ein schönes Gefühl wieder im Norden zu sein"

Er hofft auf den Durchbruch zum Starter: "Mein persönliches Ziel ist es, mich durchzusetzen und mich als Bundesliga-Spieler zu etablieren." Das hat bei seinem Heimatverein, der Baskets aus Oldenburg, nicht geklappt, weshalb er zu Beginn der vergangenen Saison zu den Rockets nach Thüringen wechselte.

Jan Niklas Wimberg macht einen Dunking.
Wimberg erzielte für die Rockets im Schnitt 4,7 Punkte in der vergangenen Saison. Bild: Imago | Karina Hessland

Er wollte dort mehr Verantwortung übernehmen und den nächsten Schritt machen. Allerdings brach er sich das Schienbein und fiel lange aus. Die Rockets stiegen am Ende der Saison ab. Bremerhaven soll ein Neuanfang sein. "Es ist ein schönes Gefühl wieder im Norden zu sein. Hier bin ich groß geworden", sagt Wimberg, der bei Oldenburg ausgebildet wurde und dort erste Bundesligaerfahrung sammelte.

Das Team muss sich noch finden

Wimberg ist ein Baustein einer neuen Eisbären Mannschaft, die dieses Jahr den Sprung aus dem unteren Bereich der Tabelle schaffen will. Nach zwei Spieltagen stehen die Eisbären auf Platz zehn – mit einem Sieg und einer Niederlage. Darüber hinaus sind sie aus dem Pokal ausgeschieden.

Dass noch nicht alles rund läuft, findet Wimberg normal: "Wir müssen uns als Team erst noch finden. Vor allem bei der Kommunikation müssen wir uns verbessern." Da schließt er sich ausdrücklich mit ein: "Ich muss lernen, lauter zu werden", sagt der Flügelspieler. Wenn Wimberg es schafft, Kampf und Energie auch verbal an seine Teamkollegen zu übertragen, dann könnte er – fernab der Körpergröße – bald wirklich zu den Großen im Team gehören.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 8. Oktober 2018, 18:06 Uhr