SV Wilhelmshaven klagt erneut

  • SV Wilhelmshaven klagt auf Wiedereingliederung in die Regionalliga
  • Klub fordert mehr als drei Millionen Euro Schadensersatz
  • Rechtsstreit wird am 21. Dezember fortgesetzt
Seitenansicht des Landgerichtsgebäudes in Bremen
Da der Norddeutsche Fußball-Verband in Bremen seinen Sitz hat, wird das Verfahren vor dem Bremer Landgericht verhandelt.

Der Rechtsstreit zwischen dem Fußball Klub SV Wilhelmshaven und dem Norddeutschen Fußball-Verband wird am 21. Dezember vor dem Landgericht Bremen fortgesetzt. Das hat Radio Bremen erfahren.

Der Verein von der Jade klagt auf Wiedereingliederung in die Fußball Regionalliga. Er fordert darüber hinaus Schadensersatz in Höhe von mehr als drei Millionen Euro für bereits entstandene wirtschaftliche Nachteile. Vermittlungsgespräche zwischen Verein und Verband waren zuletzt gescheitert.

Bundesgerichtshof erklärte Zwangsabstieg für rechtswidrig

Der SV Wilhelmshaven beruft sich in seinem Vorgehen auf das Urteil des Bundesgerichtshofes vom September des vergangenen Jahres, in dem der 2014 angeordnete Zwangsabstieg des Fußballklubs für rechtswidrig erklärt worden war. Trotz des Urteils weigert sich der Norddeutsche Fußball-Verband, Wilhelmshaven wieder einen Platz in der Regionalliga einzuräumen. Der Verband vertritt die Ansicht, dass Wilhelmshaven unabhängig vom Zwangsabstieg in der Saison auch aus sportlichen Gründen abgestiegen sei.

Auslöser des Streits, der nun schon seit einem Jahrzehnt andauert, war die Weigerung des SV Wilhelmshaven, für einen südamerikanischen Spieler eine Ausbildungsentschädigung an zwei argentinische Vereine zu zahlen. Daraufhin hatte der DFB den Zwangsabstieg der Wilhelmshavener angeordnet.

Dieses Thema im Programm: Rundschau, 12. Oktober 2017, 12 Uhr