Werder-Fan: Mit dem Rad ins Zillertal

890 Kilometer hat Maik Kuntze mit dem Rad zurückgelegt. Eine Woche hat er für die Strecke von Bremen bis ins Zillertal gebraucht. Alles für seinen Lieblingsverein Werder Bremen.

Ein Mann in einem grünen Werder-Trikot steht an seinem Fahrrad, auf dem viel Gepäck ist. Im Hintergrund kann man ein Hotel, eine Werderflagge und Berge sehen.
Endlich da: Maik Kuntze ist Werder ins Trainingslager gefolgt. Mit seinem Fahrrad ist er dem Team um Trainer Kohfeldt bis ins Zillertal gefolgt.

Schrammen im Gesicht und auf den Beinen, der Ellbogen ist bandagiert – keine Frage, die 890 Kilometer haben bei Maik Kuntze Spuren hinterlassen. "Sieht schlimmer aus, als es ist", grinst der Werder-Fan bei seiner Ankunft im Zillertal.

Unfall bei Hannover

Schon auf der ersten Etappe seiner Radtour in das Werder-Trainingslager gab es den ersten Unfall. "Bei Hannover ist mir durch ein Schlagloch das Vorderrad und die Gabel gebrochen", so Kuntze, der dadurch schon zu Beginn seiner Reise Reparaturkosten von 300 Euro hatte. "Die Urlaubskasse hat sich nicht gefreut", betont er.

Die Leute, die ich überholt habe, die haben sich gewundert, dass man mit soviel Gepäck so schnell fahren kann.

Maik Kuntze

Über Göttingen, Bamberg, Nürnberg und München verlief seine Tour. Vor allem im Thüringer Wald hatte der Hobbyradfahrer mit den Bergen zu kämpfen. "Ich hatte auf der Strecke über 5.000 Höhenmeter zu bewältigen. Das war schon extrem anstrengend."

Ein Mann in einem grünen Werder-Trikot und Sonnenbrille steht vor einem Gebäude.
Hat mit dem Fahrrad eine ordentliche Strecke zurück gelegt: Maik Kuntze ist von Bremen bis ins Zillertal gefahren – und das nur mit dem Fahrrad.

50 Kilogramm Gepäck

Zelt, Klamotten, Essen und Trinken – insgesamt schleppte der Zeitungsausträger aus Bremen rund 50 Kilogramm an Gepäck über die Berge. "Wenn es zu steil wird, dann muss man schieben und bei der Abfahrt laufen die Bremsen heiß", erklärte Kuntze, der sich mit Hilfe seines Handys orientierte.

Bleibt die Frage, warum er eine solche Tortur auf sich genommen hat. Es gibt sicherlich einfachere Wege, um nach Tirol zu kommen. "Ich bin ein begeisterter Fahrradfahrer. Das ist ein großes Hobby von mir und mein Herz schlägt für Werder Bremen. So ist die Idee entstanden. "Auto-, Bus- und Zugfahren kann jeder", betont Maik Kuntze und fügt schmunzelt hinzu: "Wenn man keine Freundin hat, die einem so etwas ausredet, dann macht man so etwas."

Maik Kuntze ist stolz, die 890 Kilometer in das Werder-Trainingslager geschafft zu haben. Sein Wunsch bei der Ankunft in Zell am Ziller nach einer Woche Radfahren: "Werder angucken und duschen."

  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, 6. Juli 2019, 14:15 Uhr.