"Megakomplex": Darum spielt Werder erstmal "nur" vor 14.000 Fans

Werder will mit 14.000 Zuschauern in die neue Saison starten

Video vom 15. Juli 2021
Werder-Fans warten in einer Schlange vor dem Weser-Stadion
Bild: Nordphoto
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Laut Beschluss des Bremer Senats dürften sogar 21.000 Zuschauer ins Weser-Stadion kommen. Werders Pressesprecher Michael Rudolph erklärt, warum der Klub sich noch zurückhält.

Wenn Werder am 24. Juli um 20:30 Uhr am ersten Spieltag der 2. Liga auf Hannover 96 trifft, ist die Zeit der Geisterspiele für die Bremer vorbei. Rund 14.000 Zuschauer dürfen dann ins Stadion kommen und das erste Pflichtspiel von Werder unter dem neuen Chefcoach Markus Anfang anschauen.

Der Bremer Senat hätte gar zugelassen, dass 21.000 Fans das Spiel besuchen dürfen, doch Werder geht nicht direkt in die Vollen. "Wir freuen uns sehr, haben aber auch von uns aus signalisiert, dass wir sehr verantwortungsvoll mit dieser Entscheidung umgehen", sagt Werders Pressesprecher Michael Rudolph im Gespräch mit dem Sportblitz. "Die 21.000 ist für uns eine Obergrenze, die wir nicht gleich erreichen werden und wollen, weil die Organisation megakomplex ist."

Werder muss einige Fragen klären

Laut Rudolph steckt der "Teufel im Detail". Die Bremer seien glücklich, mit der potenziellen Auslastung der halben Kapazität des Weser-Stadions gegenüber anderen Klubs keinen Nachteil zu haben. Gegen Hannover sei es allerdings realistisch, mit lediglich 14.000 Zuschauern zu planen.

Wir müssen jetzt ganz viele Fragen klären. Wieviele Personen können zusammensitzen? Wie kriegen wir es hin, dass der Abstand eingehalten wird? Wie bekommen wir es hin, dass wir Geimpfte, Genesene und Getestete kontrollieren können und es beim Thema Gesundheitsschutz am Spieltag keine Mängel gibt?

Michael Rudolph schaut während des Interviews in die Kamera.
Werders Pressesprecher Michael Rudolph im Gespräch mit dem Sportblitz

Bald sollen mehr Zuschauer ins Stadion kommen dürfen

Alsbald soll dann die Zahl der Zuschauer im Weser-Stadion bestenfalls erhöht werden. Die Beschränkung auf 14.000 gilt zunächst nur für das Spiel gegen Hannover. Fans der Auswärtsteams dürfen aber auch danach wohl vorerst nicht ins Weser-Stadion kommen. "Es ist uns wichtig, dass diese Fankultur erhalten bleibt", erklärt Rudolph, "und wir wollen das auch so schnell wie möglich wiederkehren lassen, aber es ist Teil der Verantwortung, an den ersten zwei, drei Spieltagen erst einmal darauf zu verzichten."

Der Verzicht auf Gästefans war dabei auch eine Forderung seitens der Politik, wie Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) betont. Zu den Rahmenbedingungen für die Rückkehr der Fans ins Stadion gehört zudem, dass keine Stehplätze angeboten und kein harter Alkohol ausgeschenkt wird.

DFL beschließt Rückkehr der Gästefans

Video vom 14. Juli 2021
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Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autoren

  • Stephan Schiffner Redakteur und Moderator und Autor
  • Karsten Lübben Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 15. Juli 2021, 18:06 Uhr