Werder setzt auf 2G-Modell: "Wollen volle Kapazität im Weser-Stadion"

Video vom 22. September 2021
Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald vor dem Weserstadion im Gespräch mit dem Sportblitz.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald hat bereits das Okay vom Rathaus, es fehlen nur noch Formalitäten. Gegen Heidenheim werden 42.000 Zuschauer zugelassen.

Durch den Beschluss des Bremer Senats vom Dienstag zu den neuen Corona-Verordnungen dürfen nun wieder 42.000 Fans die Werder-Spiele besuchen – sofern sie geimpft oder genesen sind, so sieht es das 2G-Modell vor. Ausnahmen von der 2G-Regel wird es nur sehr wenige geben.

Werder Bremen wird sich für die 2G-Variante entscheiden, weil wir damit die Stadion-Kapazität voll nutzen können. Wir denken, dass das nicht nur in unserem Interesse liegt, sondern auch in dem der Werder-Fans.

Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald im Sportblitz

Werder Bremen wird ab dem 1. Oktober, zum Heimspiel gegen Heidenheim, wieder die volle Zuschauer-Kapazität im Weser-Stadion zulassen. Das bestätigte Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald am Mittwoch dem Sportblitz. Lediglich Schwangere, Minderjährige und Personen, die mit einem ärztlichen Attest nachweisen können, dass sie sich nicht impfen lassen können, dürfen weiterhin mit einem negativen Testergebnis ins Weser-Stadion kommen.

Hygienkonzept muss noch abgesegnet werden

Wer in Bremen Großveranstaltungen mit über 5.000 Menschen veranstaltet – wie Werder also – kann selbst entscheiden, ob nach dem 2G- oder weiter nach dem 3G-Modell verfahren werden soll. Für die Grün-Weißen hat die Entscheidung für die volle Kapazität vor allem wirtschaftliche Gründe. "Das ist ein ganz wichtiger Faktor für uns in unserer Situation", betonte Hess-Grunewald.

Das Weser-Stadion nur mit 50 Prozent auszulasten kostet Werder pro Spiel etwa 500.000 Euro. Geld, auf das der klamme Verein auf Dauer nicht verzichten kann. Mit der Politik ist alles geklärt, nun müssen mit den Behörden noch letzte Formalitäten besprochen werden.

Wir haben auf politischer Ebene mit den Vertretern des Bremer Senats eine Einigung erzielt, dass wir das 2G-Modell umsetzen können. Jetzt muss noch auf der operativen Ebene mit Gesundheits- und Ordnungsamt im Detail geklärt werden, wie wir das Hygienekonzept anpassen müssen.

Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald im Sportblitz

Werder rechnet zunächst mit 30.000 Zuschauern

Hess-Grunewald glaubt indes nicht, dass das Weser-Stadion beim Heimspiel gegen Heidenheim ausverkauft sein wird. "Der Termin mit der Anstoßzeit am Freitagabend um 18:30 Uhr ist nicht sehr günstig. Wir hoffen, dass wir bei einer Größenordnung von 30.000 Zuschauern landen werden." Beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli rechnet Werder dann Ende Oktober mit 42.000 Fans.

Die organisatorische Leistung für das Spiel gegen Heidenheim wird jedenfalls sportlich für Werder. Das eingereichte Hygienekonzept soll nun zügig begutachtet werden vom Ordnungs- und Gesundheitsamt, sagte Hess-Grunewald, so sei es ihm zugesagt worden. Doch viel Zeit für die Ticketvergabe bleibt den Grün-Weißen nicht. Klubs wie der HSV oder der FC St. Pauli, die auch auf volle Kapazität gehen dürften, schaffen es zum erstmöglichen Termin nicht mehr. Hess-Grunewald ist aber optimistisch: "Das ist natürlich eine ambitionierte Aufgabe, aber ich verlasse mich da auf meine guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

Werder setzt auf 2G-Konzept für Bremer Weser-Stadion

Video vom 22. September 2021
Nahansicht auf die Bremer Ostkurve im Weser-Stadion, in der Fans dicht gedrängt ihre Werder-Schals hochhalten.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autoren

  • Petra Philippsen Redakteurin und Autorin
  • Niko Schleicher Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 22. September 2021, 18:06 Uhr