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14 rohe Eier pro Tag: So speziell tickt Werders Kyu-Hyun Park

Audio vom 4. Juli 2021
Kyu-Hyun Park trinkt beim Interview mit dem Sportblitz ein Glas rohe Eier.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Seine Mitspieler finden es ekelig, aber er schwört darauf: Eier auf Ex. Der 20-jährige Südkoreaner erzählt, warum er das macht und wie er bei Werder durchstarten will.

Wenn Kyu-Hyun Park den Trainingsplatz betritt, dann winken seine Bremer Teamkollegen schon direkt ab und frotzeln direkt los. Denn sie wissen, was er gerade getan hat und finden es kollektiv einfach nur ekelig. "Die fragen mich immer: 'Park, bist du bescheuert?!' oder 'Mann, bist du ein komischer Mensch!' Manche nennen mich nur 'Eierkopf'."

Ich trinke pro Tag 14 rohe Eier. Für die Proteine.

Werder-Profi Kyu-Hyun Park im Gespräch mit dem Sportblitz

Park lacht, als er im Interview mit dem Sportblitz von seiner sehr speziellen Angewohnheit vor jeder Trainingseinheit erzählt. Er kennt die nett-neckenden Reaktionen seiner Mitspieler und sie machen ihm nichts aus. Warum auch? Schließlich ist sein Ernährungstipp durch Sylvester Stallone legendär geworden.

Ekelig? Lecker! Werders Kyu-Hyun Park trinkt täglich 14 rohe Eier

Video vom 4. Juli 2021
Kyu-Hyun Park trinkt beim Interview mit dem Sportblitz ein Glas rohe Eier.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Schon bei "Rocky" war das Rezept legendär

Werder-Profi Kyu-Hyun Park reibt sich grinsend die Hände, nachdem er vor der Kamera sechs rohe Eier getrunken hat.
Mahlzeit: Kyu-Hyun Park scheute sich nicht, vor laufender Kamera sechs rohe Eier auf Ex zu trinken. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Die Szene, als sich Stallone in seinem Boxer-Klassiker "Rocky" zum Frühstück ein Glas mit fünf rohen Eiern auf Ex den Rachen hinunterkippt, ist Kult. Und obwohl der 20-jährige Südkoreaner 1976 noch längst nicht auf der Welt war, schwört auch Park auf dieses Kraft-Rezept.

Und der junge Werder-Verteidiger beweist auch sofort, dass er kein Feigling ist und demonstriert es vor der Kamera: sechs Eier, aufgeschlagen, rein ins Glas, runter auf Ex. "Schmeckt geil", freut sich Park lachend. Pure Energie und jede Menge Nährstoffe also für den idealen Muskelaufbau – Park lässt in seiner sehr jungen Fußball-Karriere nichts unversucht, denn er hat sich bei Werder viel vorgenommen.

Park hofft auf seine Chance in der 2. Liga

Werder-Profi Kyu-Hyun Park lacht beim Interview mit dem Sportblitz.
Cooler Look: Die Frisur hat sich Kyu-Hyun Park bei einem koreanischen Rapper abgeschaut. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Gerade hat ihn der Klub fest verpflichtet, nachdem er zwei Jahre ausgeliehen war von Ulsan Hyundai und bei Werders U23 spielte. "Ich werde Vollgas geben und dann hoffe ich, ich bekomme meine Chance in der Saison", sagt Park und sein Deutsch kann sich hören lassen. Die 2. Liga, in der Werder nun spielen wird, sie ist eine große Chance für junge Spieler wie ihn.

"Wir können uns zeigen, Erfahrungen sammeln", sagt er. Lernwillig sei Park und einer mit großem Entwicklungspotenzial, so hatte Sportchef Frank Baumann ihn bei der Ankunft im Trainingslager im Zillertal gelobt.

Meine Stärke ist meine Mentalität. Egal, was kommt, ich mache immer weiter, immer weiter. Ich bin fokussiert auf meine Karriere, ich will es in die Bundesliga schaffen.

Werder-Profi Kyu-Hyun Park im Gespräch mit dem Sportblitz

Und dann wird sogar im "Park-Stadion" trainiert

Werder-Profi Kyu-Hyun Park während des Trainings im Zillertal am Ball.
Kyu-Hyun Park beim Training im Zillertal im "Park-Stadion": "Das ist etwas Besonderes für mich." Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Momentan ist die Konkurrenz groß bei den Verteidigern, doch Baumann geht davon aus, dass "der ein oder andere" von ihnen Werder noch verlassen wird. Für Park wäre das positiv, denn von Spielern wie Ömer Toprak oder Milos Veljkovic kann er zwar viel lernen, kommt an ihnen aber sicher noch nicht vorbei.

Doch die Entwicklung, die Park in den zwei Jahren in den U-Mannschaften bei Werder und den sechs Monaten Training mit den Profis genommen hat, lässt zumindest hoffen, dass der Südkoreaner mittelfristig eine Verstärkung sein wird. Park ist willig, hat sich sehr schnell integriert. Und im Zillertal fühlt er sich besonders wohl – schließlich wird dort im "Park-Stadion" trainiert. "Meine Mitspieler sind schon ganz genervt. 'Überall nur Park, Park, Park, was soll das?' Ich find's toll." Und wieder lacht er sich kaputt.

Park trinkt auch in seinem Video-Blog rohe Eier

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Autoren

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin
  • Ariane Wirth Redakteurin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Bremen Vier kickt, 3. Juli 2021, 17:15 Uhr