Osako-Verkauf im Winter? Werder ist unzufrieden mit dem Torlos-Stürmer

Die Bremer hoffen darauf, dass Osakos Leistungskurve bald wieder nach oben zeigt. Zuletzt wurde jedoch über eine Rückkehr des 30-Jährigen in seine japanische Heimat spekuliert.

Yuya Osako läuft im Training um ein Hütchen herum.
Soll sich die Sicherheit, die er auf dem Platz braucht, wieder im Training erarbeiten: Werder-Stürmer Yuya Osako. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

In zwölf Partien hat Yuya Osako in der laufenden Saison auf dem Platz gestanden. Ein eigener Treffer gelang ihm dabei nicht, egal ob er auf dem linken oder rechten Flügel, zentral im Sturmzentrum oder ein wenig dahinter auflief. Zumindest kommt er auf eine Torvorlage. Für einen Offensivspieler fällt die Ausbeute des 30-Jährigen jedoch viel zu mager aus, was bei vielen Fans der Grün-Weißen Woche für Woche für Unmut sorgt. Auch im Verein ist man aktuell alles andere als zufrieden von Osakos Darbietungen. "Er setzt momentan das Potenzial, das er hat, nicht so um, wie wir uns das wünschen", sagte Clemens Fritz, Werders Leiter Profifußball, in einer Medienrunde am Mittwoch.

Er ist ein Spieler, der unglaubliche Qualitäten hat. Und klar, es würde uns allen gut tun, wenn er diese Qualitäten wieder auf den Platz bringt.

Clemens Fritz, Werders Leiter Profifußball, in einer Medienrunde

Gefühlt ist der Japaner seit seiner Ankunft an der Weser vor zweieinhalb Jahren dauerhaft umstritten. Denn oft musste Osako in der Anhängerschaft als Sündenbock herhalten, wenn es nicht lief in der Mannschaft. Wie etwa am ersten Spieltag, als seine Auswechslung beim 1:4 gegen Hertha BSC Berlin von den – immerhin nur teilweise gefüllten – Rängen des Weser-Stadions mit Pfiffen und höhnischem Applaus quittiert wurde.

"Keiner wird gerne kritisiert, aber zum Fußball gehört Kritik nun mal dazu", sagte Fritz, der zugleich klarstellte: "Yuya weiß das richtig für sich einzuordnen." Für den kriselnden Stürmer gelte es nun, auf dem Trainingsplatz Gas zu geben. Denn Osako soll sich die Sicherheit, die er für den Bundesliga-Alltag braucht, wieder in den Übungseinheiten erarbeiten. "Ich bin optimistisch, dass er das hinkommt", sagte Fritz, der nicht müde wurde zu betonen, was für ein erfahrener Spieler der Werder-Angreifer sei.

Werder schließt Spieler-Verkäufe nicht aus

Womöglich könnte er seine Erfahrung bald aber auch bei einem anderen Verein einbringen. Zuletzt hatte unter anderem die "Deichstube" berichtet, dass einige Klubs aus seiner japanischen Heimat Interesse an einer Rückkehr des 30-Jährigen haben. Fakt ist: Werder kann selbst erst wieder im seit Samstag offenen Transferfenster tätig werden, wenn ein Spieler den Verein verlässt. Ob Osako zu den Verkaufskandidaten gehört, ist unklar. Fritz, der auch die Scouting-Abteilung des Klubs leitet, schließt den Wechsel eines Werder-Akteurs jedenfalls nicht grundsätzlich aus. "Wenn seriöse Angebote bekommen, verschließen wir uns nicht davor", so der 40-Jährige. Aktuell sei es aber sehr ruhig, was den Transfermarkt betrifft. Verlockende Offerten seien dementsprechend noch keine an der Weser eingegangen. Auch für Osako nicht.

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Bild: Radio Bremen | Radio Bremen

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  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 7. Januar 2020, 18:06 Uhr