Werders Härtetest: Warme Dusche von oben, kalte Dusche für Oberneuland

Video vom 13. Juli 2021
Werder-Spieler um Trainer Anfang im Regen bei einer Trinkpause während eines Testspiels beim FC Oberneuland.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Gestört hat am Dienstagabend nur das Bremer Wetter am Vinnenweg: Sonst durfte Werder-Coach Anfang mit dem 12-0-Sieg beim XXL-Test gegen den Viertligist zufrieden sein.

Zwei extra-lange Halbzeiten, zwei komplett unterschiedliche Mannschaften – das war der Plan von Werder-Trainer Markus Anfang für den ersten Härtetest elf Tage vor dem Saisonstart.

Zwei Mal 60 Minuten wurden am Dienstagabend am Vinnenweg gegen den FC Oberneuland gespielt und in beiden Hälften hatte das Team der Grün-Weißen ein anderes Gesicht – auch sportlich.

Werder hat weiter keine Startelf

Denn in der ersten Stunde traf Werder sieben Mal ins Tor des Viertligisten, in der zweiten "nur" noch fünf Mal. Dennoch sollte nicht zu viel in die Aufstellung hinein interpretiert werden, dass die erste Elf auch die angedachte Startelf sein könnte. Denn Anfang hatte bereits im Vorfeld des Spiels betont: "Die erste Elf einzuspielen, ist schwierig. Das hätte man schon früher anfangen müssen."

Festlegen kann sich der Werder-Coach nicht, denn einige Bremer Spieler haben das gut sechs Wochen vor Ende des Transferfensters ja auch noch nicht getan. So bleibt ihm nichts, als jedem Werder-Profi ähnlich viel Spielpraxis zu verschaffen und zu hoffen, dass die Wechselspiele bald ein konkretes Ende haben und der Kader steht.

Aber wir müssen gucken, dass wir alle Spieler mitnehmen. Wenn ich mich jetzt auf 15 Spieler konzentriere und davon sind auf einmal fünf, sechs weg, dann habe ich ein Problem.

Werder-Trainer Markus Anfang vor dem Testspiel

1.000 im warmen Regen

Werder-Profi Kebba Badjie trifft gegen den FC Oberneuland.
Auf die Zwölf: Werder-Spieler Kebba Badjie traf doppelt gegen den FC Oberneuland. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Schon am vergangenen Sonntag hatte Werder mitten im Training ein Wolkenbruch erwischt, am Vinnenweg meinte es der Wettergott auch nicht gut mit den Spielern und vor allem den 1.000 Zuschauern. Wenigstens war es warmer Regen von oben und auch die kalte Dusche auf der Anzeigetafel schien den Gastgebern wenig auszumachen. Die Mannschaft von Kristian Arambasic war gerade erst in die Vorbereitung auf die Regionalligs Nord eingestiegen und schien den Kick dennoch zu genießen.

Auffällig bei den Grün-Weißen waren in der ersten Halbzeit Joshua Sargent und Leonardo Bittencourt, die beide Dreierpacks einnetzten. Niclas Füllkrug und Kebba Badjie hatten es in danach gegen insgesamt deutlich unterlegene FCO-Amateure nicht schwer, zu glänzen. Für Anfang blieben an diesem regnerischen Abend wohl mehrere Erkenntnisse: Seine Spieler hatten sich reingehängt und haben kapiert, dass sie um ihren Platz kämpfen müssen. Niemand hat sich verletzt und alle haben die 60 Minuten durchgehalten – nun kann am Samstag in Rotterdam die Steigerung auf 90 Minuten pro Spieler durchgezogen werden.

Es tut gut, Tore zu machen. Alle sind gut durch die Partie gekommen und alle haben 60 Minuten gespielt, die das auch gebraucht haben. Aber wer zusammen gespielt hat, hat gar keine Bedeutung.

Werder-Trainer Markus Anfang

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Werder zwischen Regenguss und Personalsorgen

Video vom 11. Juli 2021
Werder-Spieler um Trainer Markus Anfang erwischt während des Trainingsein heftiger Regenguss.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 13. Juli 2021, 18:06 Uhr