Keine Pokal-Blamage: Werder schlägt Würzburg 3:0

Drittligisten-"Fluch" beendet: Werder hat in der ersten DFB-Pokalrunde mit 3:0 gegen die Würzburger Kickers gewonnen. Doch die Nouri-Elf hatte zunächst Mühe.

Theo Gebre Selassie (re.) bejubelt das Tor von Milos Veljikovic (mi.)  mit Max Kruse
Milos Veljikovic (mi.) erzielte das 1:0 für Werder. Bild: Imago | Nordphoto

Viermal flog Werder Bremen in den vergangenen Jahren schon in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal. Diesmal verhinderte die Elf von Trainer Alexander Nouri eine weitere Blamage – konnte aber in der ersten Halbzeit die große Überlegenheit noch nicht effektiv nutzen.

Der Außenseiter Würzburg wäre in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit beinahe in Führung gegangen. Doch Emanuel Taffertshofer traf aus kurzer Distanz nur den Innenpfosten (45.+1). Ansonsten dominierte Werder zwar das Spiel. Der Erstligist hatte deutlich mehr Ballbesitz und deutlich mehr Vorwärtsdrang. Aber Werder spielte sich gemessen daran zu wenig klare Torchancen heraus.

Vor der Pause wurden nur die beiden Außenverteidiger gefährlich: Neuzugang Ludwig Augustinsson vergab in der siebten Minute die erste gute Möglichkeit, Theodor Gebre Selassie hatte sogar zwei davon (27./38.).

Werder Bremen jubelt nach dem Pokalsieg gegen Würzburg
Freude und Erleichterung im Werder-Team. Bild: Imago | Jan Huebner

Überlegen in der zweiten Halbzeit

Nach der Pause war Werder noch überlegener als davor. Gebre Selassie vergab zunächst seine dritte Chance (48.), ehe dem Verteidiger-Kollegen Milos Veljkovic endlich der Führungstreffer gelang. Niemand wusste genau, ob der 21 Jahre alte Serbe eigentlich flanken oder genau so aufs Tor schießen wollte. Sein Ball segelte aber fast von der Außenlinie aus über den Würzburger Keeper hinweg ins Tor.

In der Schlussviertelstunde machten die Bremer dann alles klar. Die auch in der 3. Liga noch sieglosen Würzburger waren offensiv einfach zu harmlos, um ihnen noch einmal gefährlich zu werden. Außerdem war Werder nach seinen schlechten Vorjahres-Erfahrungen gewarnt: Gegen die Sportfreunde Lotte, den 1. FC Saarbrücken, Preußen Münster und den 1. FC Heidenheim war der sechsmalige Pokalsieger in den Jahren 2016, 2013, 2012 und 2011 jeweils in der ersten Runde aus dem Wettbewerb geflogen.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 12. August, 23 Uhr