Nach Kritik an Werder-Bank: Glasner lobt Stimmung im Weser-Stadion

Wolfsburgs Trainer hatte sich vor dem vergangenen Spieltag über die lautstarke Ersatzbank der Bremer beklagt. Nach der Partie ruderte Oliver Glasner jedoch zurück.

Werders Ersatzspieler und Betreuer feuern ihr Team mit Gummihämmern an.
Um das eigene Team nach vorne zu peitschen, wird man bei Werder kreativ. Nicht jedem Gästetrainer gefällt das. Bild: Gumzmedia/Pool/Nordphoto | Andreas Gumz

Trotz fast leerer Ränge ist es weiterhin laut, wenn Werder seine Gegner im heimischen Weser-Stadion empfängt. Die wenigen Zuschauer, die sich auf den Tribünen trummeln, peitschen die Bremer unentwegt nach vorne. Verantwortlich für die lautstarke Unterstützung sind sowohl Werders Ersatzspieler als auch Betreuer, die unter anderem mit Wasserflaschen und Gummihämmern auf Medizinkoffer hämmern und so für Stimmung sorgen. So sehr, dass sich erst Frankfurt-Trainer Adi Hütter und später auch Wolfsburg-Coach Oliver Glasner über die grün-weißen Anfeuerung echauffiert haben. Zumindest Glasner zog am Sonntag auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Partie seines Teams gegen die Bremer seine Kritik zurück.

Das war absolut top heute. Jeder hat mitgefiebert, hat seine Mannschaft unterstützt, aber absolut im fairen Bereich. Wenn ich das im Vorfeld kritisch angesprochen habe, muss ich heute sagen, wie ich es erlebt habe, war das absolut fair und vorbildlich. Von meiner Seite aus gibt es gar nichts zu beanstanden.

Wolfsburg-Trainer Oliver Glasner
Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner spricht in ein Mikrofon.
Beklagte sich im Vorfeld der Partie über die lautstarke Unterstützung im Weser-Stadion: Wolfsburg-Coach Oliver Glasner. Bild: Gumzmedia/Pool/Nordphoto | Andreas Gumz

Glasner hatte im Vorfeld des Spiels angemerkt, dass die abstiegsbedrohten Bremer es "dem Gegner es so schwer wie möglich" machen und erklärt: "Auf dem Platz und auch abseits des Platzes. Da machen sie einen ziemlichen Tohuwabohu und Radau." Der Österreicher erinnerte den Club zudem an die Corona-Zeit. Werder habe während der Pause "häufig von Solidarität gesprochen". Deshalb wäre es "jetzt auch ein Zeichen der Solidarität, die Atmosphäre in den Stadien nicht zu den eigenen Gunsten auszunutzen", forderte der 45-Jährige. Vor allem Werders Geschäftsführer Frank Baumann wies daraufhin die Kritik vehement zurück.

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Werder-Sportchef Baumann exklusiv: "Spiel ist Spiegelbild der Saison"

Video vom 7. Juni 2020
Werder-Sportchef Frank Baumann im Gespräch.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 4. Juni 2020, 18:06 Uhr