Kohfeldt zu Fan-Protesten: "Das muss ein Verein aushalten"

Viele Fans demonstrierten am Samstag erneut mit Plakaten ihren Unmut gegen den Verkauf der Namensrechte des Weser-Stadions. Trainer Kohfeldt setzt auf Dialog.

Blick auf die zahlreichen Transparente in der Ostkurve, die sich gegen den Sponsor Wohninvest richten.
Am Samstagnachmittag wurden zum Bundesligaauftakt in der Ostkurve zahlreiche Protestplakate gegen den neuen Namen des Weser-Stadions von Werder-Fans hochgehalten. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Dass Werder Bremen die Namensrechte des Weser-Stadions kürzlich an die Immobilienfirma Wohninvest verkauft hat, stößt einigen Fans der Grün-Weißen weiterhin sauer auf. Bereits im Pokalspiel gegen Atlas Delmenhorst vor einer Woche zeigten einige Anhänger auf den Tribünen Transparente, um ihren Unmut zu demonstrieren. Bei Werders Saisonauftakt gegen Fortuna Düsseldorf wurden am Samstag in der Ostkurve erneut zahlreiche Plakate und Spruchbänder entrollt, die sich gegen den neuen Stadionnamen richteten.

Wenn der Protest wie heute friedlich und sachlich ist, dann finde ich das völlig in Ordnung, wenn die Fans ihre Meinung zum Ausdruck bringen. Das ist legitim und das muss ein Verein aushalten.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt

Das Gespräch suchen mit den Werder-Fans

Kohfeldt setzt dabei auf Dialog und so trafen sich die Mannschaft und der Trainerstab in der vergangenen Woche mit einigen Fan-Vertretern. Erstmals fand so eine Begegnung statt und "nicht extra wegen dieses Themas", wie Kohfeldt betonte. Es sei ohne Anlass, ohne Krise, einfach ein Treffen vor dem Start der Saison gewesen, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Grundsätzlich war es unser Wunsch, uns mal mit den Fans zu treffen und ihnen auch zu zeigen, dass wir anerkennen, wie sie uns in den letzten Jahren unterstützt haben.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt

Mit den Plakatprotesten am Samstag konnte Kohfeldt leben, und mit dem, was die Fans im Spielverlauf und danach zeigten, auch: "Es gab keine Gewalt, keine Pyro, das ist wichtig, und die Unterstützung für die Mannschaft war da. Das war gut."

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: ARD, Sportschau, 17. August 2019, 19:30 Uhr