Werder hofft auf 15.000 Fans im Weser-Stadion in der neuen Saison

Auch in der Ostkurve sollen Fans der Bremer das Spiel verfolgen können – allerdings nur sitzend. Viele Fragen sind zum aktuellen Zeitpunkt noch offen.

Video vom 4. August 2020
Logos der Deutschen Fussball Liga an einem Gebäude.
Bild: Radio Bremen

Sofern die Politik das Konzeptpapier der DFL absegnet, soll die Zeit der Geisterspiele in der Bundesliga mit Beginn der neuen Saison beendet werden. Volle Stadien wird es dabei aufgrund der Infektionsgefahr mit dem Coronavirus noch nicht geben, doch eine gewisse Anzahl an Fans soll wieder in die Stadien dürfen. Wieviele, das hängt von der jeweiligen Bauart des Stadions ab. Unabdingbar bleibt, die Abstandsregeln einzuhalten. Werder hofft, dass im Weser-Stadion bestenfalls wieder 15.000 Zuschauer die Bremer Spiele sehen können. "Ich habe eine große Hoffnung, dass wir im ersten Spiel Teile der Tribüne gefüllt haben werden", sagte Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald am Dienstag in einer Presserunde.

Gefüllt sein könnte dann auch wieder die Ostkurve. Bis zum 31. Oktober werden allerdings keine Stehplätze vergeben. Auch Alkohol wird bis dahin nicht ausgeschenkt. Im Unterrang der Ostkurve könnten laut Hess-Grunewald rund 3.500 Sitzplätze vergeben werden. Normalerweise werden hier rund 7.000 Stehplatz-Tickets verkauft. Wer in diesem Bereich eine Dauerkarte besitzt, darf also hoffen, bald wieder die Werder-Spiele im Stadion sehen zu können. Ohnehin werden die Tickets weiterhin nur an Inhaber von Dauerkarten vergeben. Damit möchte der Klub die Nachverfolgbarkeit von möglichen Infektionsketten gewährleisten, erklärte Hess-Grunewald.

Keine Maskenpflicht auf den Sitzplätzen

Eine Maskenpflicht im Stadion soll am Einlass, auf der Umlaufebene und den Sanitäranlagen gelten. Auf dem Sitzplatz sollen die Masken nach jetzigem Stand allerdings abgelegt werden können. Ob es ein Gastronomie-Angebot geben wird und die Fans somit während der Spiele auch mit Essen und Trinken versorgt werden können, ist noch offen. Mit dem Caterer finden diesbezüglich aktuell Gespräche statt, um ein mögliches Konzept zu erstellen.

Wir können nicht eine gewisse Anzahl von Menschen hier im Stadion unversorgt lassen. Wir müssen an jeder Stelle und jederzeit die Hygienevorschriften und Abstandsregelungen einhalten. Das ist sicherlich eine Herausforderung. Wir müssen sehen, wie wir das im Einzelnen umsetzen.

Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald spricht bei einer Pressekonferenz.
Hubertus Hess-Grunewald

Gespräche mit VBN und BSAG

Klar ist, dass 15.000 Zuschauer aufgrund der Partplatzsituation am Stadion nicht mit dem Auto anreisen können. Deshalb möchte Hess-Grunewald Gespräche mit BSAG und VBN führen, um zu eruieren, ob mehr Busse eingesetzt werden können. Zumal der Andrang deutlicher geringer sei als im Falle eines ausverkauften Weser-Stadions. Gästefans sollen derweil in den Bundesliga-Stadien bis zum 31. Dezember nicht erlaubt sein. Für Werder bedeutet dies, dass Bremer Fans also auch Plätze im Gästeblock des Weser-Stadions einnehmen können.

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Video vom 22. Juli 2020
Leere Ränge im Bremer Weserstadion.
Bild: Radio Bremen

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Autor

  • Karsten Lübben

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 4. August 2020, 18:06 Uhr