Bei Corona-Verstößen: Gesundheitssenatorin warnt Werder-Fans

Kommt es im Weser-Stadion zu Bildern wie in Rostock, müssen die Bremer wieder ohne Zuschauer spielen, stellt Claudia Bernhard klar. Der Klub setzt auf die Vernunft der Fans.

Claudia Bernhard schaut in die Kamera.
Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) möchte nicht, dass sich die Bilder des Spiels von Hansa Rostock im Weser-Stadion wiederholen. Bild: Radio Bremen

Bei Werder ist die Freude groß, dass der Klub beim Bundesliga-Auftakt am Samstag (15:30 Uhr) gegen Hertha BSC wieder 8.500 Fans in das Weser-Stadion lassen darf. Zu 20 Prozent ist das Bremer Stadion damit ausgelastet. Als "Vertrauensvorschuss von der Politik" bezeichnet Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald die vom Senat erteilte Erlaubnis.

Fans von Hansa Rostock stehen im Stadion nahe nebeneinander.
Die Fans von Hansa Rostock hielten sich nicht über die gesamte Spielzeit an die Vorschriften des Hygienekonzepts. Bild: Imago | Sportfoto Rudel

Als erste Bewährungsprobe für die Zulassung von Zuschauern in den Stadien diente die erste Runde des DFB-Pokals. Und nicht überall klappte es, das Hygienekonzept auch durchzusetzen. Bei den Partien Dynamo Dresden gegen den Hamburger SV und Hansa Rostock gegen den VfB Stuttgart pfiffen viele Fans auf die geltenden Abstandsregeln. Angesprochen auf die Bilder aus Rostock stellt die Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) daher im Gespräch mit dem Sportblitz klar, dass in Bremen derartiges nicht geduldet werden wird. Benehmen die Werder-Fans sich daneben, muss der Klub wohl wieder ohne Zuschauer spielen.

Solche Bilder will ich in Bremen nicht sehen. Wenn das so ausgeht, sind wir gezwungen, das nochmal zu überdenken. Und dann wird es keine Spiele mehr mit Zuschauern geben.

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard
Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard

Werder setzt etwa 600 Ordner ein

Werder ist sich dieser Gefahr bewusst. Die Bremer wollen daher bei ihren Heimspielen rund 600 Ordner einsetzen. So viele kommen auch zum Einsatz, wenn das Weser-Stadion mit 42.500 Fans ausverkauft ist. Zudem setzt der Klub auf die Vernunft der Zuschauer.

Das Allerwichtigste ist natürlich, dass wir das inzwischen im Alltag gelernte AHA-Prinzip – also Abstand, Hygiene und Alltagsmaske – beim Stadionbesuch ganz konsequent durchsetzen. Da kommt es sehr, sehr entscheidend auf unsere Fans an. Sie müssen sich sehr diszipliniert verhalten und auch den Anweisungen des Ordnungspersonals Folge leisten.

Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald spricht bei einer Pressekonferenz.
Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald

8.500 Zuschauer sind erlaubt: Werder spielt wieder vor Publikum

Video vom 14. September 2020
Zahlreiche Zuschauer auf dem Weg ins Weserstadion.
Bild: RadiO Bremen

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Autoren

  • Yannick Lowin Redakteur und Autor
  • Karsten Lübben Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 14. September 2020, 18:06 Uhr