Gegen alle Widerstände: Werner trotzt Werders Corona-Problemen

Ole Werner steht mit Händen in den Taschen vor der Trainerbank.
Der Start ins Jahr 2022 lief für Werder anders als gedacht. Ole Werner versucht den Blick auf die positiven Dinge zu richten.
Bild: Nordphoto / Gumzmedia

Ole Werner rechnet damit, dass Corona den Bremern in der Rückrunde noch häufiger zu schaffen machen wird. Das 2:2 im Test gegen Hannover 96 macht ihm deshalb Mut.

Ole Werner gilt als junger und aufstrebender Trainer, doch in den vergangenen Tagen war bei ihm vor allem eins gefragt: Improvisationstalent. Der Start ins Jahr 2022 verlief für die Bremer anders als erhofft. Eigentlich wollten sie sich in Spanien auf die Rückrunde vorbereiten, doch die Corona-Lage machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Mit Niclas Füllkrug, Jean-Manuel Mbom, Milos Veljkovic und Marco Friedl wurden am 2. Januar gleich vier Spieler positiv getestet. Am Samstag kam auch noch U23-Stürmer Tim van de Schepop dazu. Viele Erkenntnisse mit dem dezimierten Team waren daher im erst am Mittwoch anberaumten Testspiel bei Hannover 96 nicht zu erwarten.

2:2 endete die Partie am Ende. Sie war ein Muster ohne Wert, denn in dieser Formation wird das Bremer Team wohl nie auflaufen. Zumindest nicht, wenn Werner die freie Auswahl hat. Doch ihm ist klar, dass Corona ihm schnell einen Strich durch die Rechnung machen kann. Mit Holstein Kiel musste er in der Rückrunde der vergangenen Saison gleich mehrfach mit dem gesamten Team die Quarantäne antreten. Auch in Bremen stellt er sich auf neue Widerstände durch die Pandemie ein.

Ich rechne damit, dass – selbst wenn wir richtig viel Glück haben – immer mal wieder Spieler vor diesem Corona-Hintergrund fehlen werden.

Ole Werner nach dem 2:2 im Testspiel gegen Hannover 96

Vorbereitung auf das Düsseldorf-Spiel noch nicht möglich

Und gerade deshalb konnte Werner auch positive Dinge aus dem Test gegen die Hannoveraner ziehen. Weil so viele Spieler unter der Woche fehlten, habe die Vorbereitung auf das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf (15. Januar, 13:30 Uhr) noch nicht wirklich losgehen können. Die Partie in Hannover habe ihm aber gezeigt, dass alle verstanden hätten, was sie als Team umsetzen möchten. Das gelte auch für die Spieler, "die zuletzt hinten dran waren", so Werner.

Das ist für mich die Haupterkenntnis dieser Woche. Das ist auch ein positives Gefühl, das ich mitnehme.

Ole Werner nach dem 2:2 im Testspiel gegen Hannover 96

Wer ist gegen Düsseldorf wieder dabei?

Am liebsten wäre es dem Bremer Coach aber natürlich, wenn er gegen die Düsseldorfer wieder aus dem Vollen schöpfen könnte. Mit Füllkug, Veljkovic und Friedl fehlen momentan corona-bedingt schließlich gleich drei Spieler, die unter ihm bisher gesetzt sind.

Ich habe schon de Hoffnung, dass der ein oder andere noch dazukommt. Das wäre auch sehr wichtig für uns. Im Endeffekt habe ich es aber nicht selbst in der Hand. Wenn es anders kommen sollte, dann wäre das sicherlich bedauerlich, aber dann müssen wir auch gute Lösungen finden.

Ole Werner nach dem 2:2 im Testspiel gegen Hannover 96

Mehr zum Thema:

Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Das Wochenende, 8. Januar 2022, 17:38 Uhr