"Winning Werner" sorgt bei Werder für versöhnliche Weihnachten

Werder-Coach Werner: "Mit dem 3:1 war das Spiel entschieden"

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Erstmals seit März 2019 haben die Bremer wieder drei Ligaspiele in Folge gewonnen. Dadurch kann Werder unter dem Tannenbaum nun deutlich entspannter auf die Tabelle schauen.

Vor einigen Wochen stand die Werder-Welt noch Kopf. Die Affäre um den Impfausweis von Markus Anfang brachte den Klub bundesweit negativ in die Schlagzeilen und auch sportlich taumelten die Bremer. In der Hansestadt, wo sonst so gerne über die Maßen an den Trainern festgehalten wird, saßen nun in vier Spielen vier verschiedene Trainer auf der Bank. Auch der Blick auf die Tabelle schmerzte. Nach dem 15. Spieltag und dem 1:2 bei Holstein Kiel lagen die Bremer nur auf dem 10. Rang und bereits acht Punkte hinter Rang drei.

Mittlerweile ist die Lage an der Weser jedoch deutlich versöhnlicher. Die ersten drei Ligaspiele unter dem neuen Coach Ole Werner hat Werder allesamt gewonnen. Drei Siege in der Liga in Folge gelangen dem Klub zuletzt im März 2019 in der Bundesliga, als Schalke 04 (4:2), Bayer Leverkusen (3:1) und Mainz 05 (3:1) nacheinander gegen Werder den Kürzeren gezogen hatten. Durch die neun Punkte aus drei Partien unter Werner sind die Bremer zwar vorerst nur den 7. Rang vorgerückt, aber der 3. Platz ist nur noch einen einzigen Punkt entfernt.

Rückendeckung für Pavlenka

Das 4:1 in Hannover am Sonntag fiel am Ende deutlich aus, aber Sand lässt Werner sich von dem Ergebnis nicht in die Augen streuen. "Bis zum 3:1 war das Spiel relativ ausgeglichen", räumte Werner am Mikrofon ein. Auch die Hannoveraner machten Druck, ehe Anthony Jung ihnen mit seinem Kopfballtreffer in der 72. Minute den Stecker zog. Mit ihm, Romano Schmid, Marvin Ducksch und Marvin Friedl trafen gleich vier verschiedene Spieler für die Bremer. Das passt zum Teamgedanken, den der Coach vorlebt.

Jiri Pavlenka macht dicke Backen und schaut gen Himmel.
Keeper Jiri Pavlenka sah beim zwischenzeitlichen 1:1 der Hannoveraner unglücklich aus. Bild: Imago | Joachim Sielski

Dieser hat bei Werder nicht direkt alles geändert, sondern auf viele Dinge aufgebaut, die Markus Anfang bereits mit dem Team erarbeitet hatte. Werner lobte nach dem Sieg in Hannover, wie offen die Mannschaft sich zugleich aber auch für neue Dinge gezeigt habe. Zudem nahm er auch Jiri Pavlenka in Schutz. Der Tscheche kassierte beim 1:1 einen Freistoß aus fast 40 Metern, weil er zu weit vor seinem Tor stand. Anstatt seinem Keeper öffentlich einen Fehler zu attestieren, lobte Werner lieber Torschütze Sebastian Kerk dafür, wie "schlitzohrig" dieser gewesen sei. Und Pavlenka? Bei ihm stellte er lieber in den Vordergrund, dass der Tscheche Werder beim Stand von 2:1 durch einige Paraden vor dem Ausgleich bewahrt habe.

Kraft tanken über Weihnachten

Bisher nimmt der Coach bei Werder alle mit. Nach der großen Freude über den gelungenen Start ist jetzt allerdings auch die Freude groß, über Weihnachten einfach mal ausspannen zu können. Und dank des Aufwärtstrends unter Werner fällt das Fest bei Werder nach einem Jahr voller Tiefschläge nun deutlich versöhnlicher aus.

Jetzt können wir in die verdiente Pause gehen, können diese genießen und dann geht es weiter.

Ole Werner schaut im ARD-Interview in die Kamera.
Ole Werner im ARD-Interview

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit sportblitz, 19. Dezember 2021, 19:30 Uhr