Und wie machten sich Werders Vertretungs-Verteidiger?

Moisander und Veljkovic fielen aus, daher bekamen Langkamp und Friedl gegen Düsseldorf ihre Chance in der Innenverteidigung: Aber Langkamp verschuldete den Handelfmeter.

Langkamp verteidigt den Ball gegen den Düsseldorfer Giesselmann.
Viel Einsatz, aber nicht fehlerfrei: Sebastian Langkamp (links) vertrat Niklas Moisander als Werders Abwehrchef. Bild: Imago | Foto2press

Humor hat Sebastian Langkamp, das muss man ihm lassen. "Ja, es war Handspiel!", nahm er gleich mit einem Augenzwinkern die Antwort vorweg, bevor die erste Frage überhaupt gestellt werden konnte. Aber natürlich rankte sich um die bewusste Szene in der 40. Spielminute im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf die Frage, die alle interessierte: Handspiel oder nicht? Schiedsrichter Marco Fritz hatte sie mit Hilfe des Videoassistenten mit 'ja' beantwortet. Und so kassierte Werder in der 43. Minute per Elfmeter den 1:1-Ausgleich – verschuldet durch Unglücksrabe Langkamp.

"Im Spiel habe ich das gar nicht richtig wahrgenommen, aber klar ist: Die Hand hatte da oben nichts zu suchen", gestand Langkamp ein, "ich muss mir da die Schuld geben." Dabei sollte in dieser wichtigen Partie doch alles besser werden, als beim letzten Mal, als der lange Verteidiger zuletzt von Beginn an mitmischen durfte. Beim 2:6-Debakel gegen Bayer Leverkusen. Aber wieder lief beim 30-Jährigen nicht alles fehlerfrei. "Ich hatte heute zwei, drei Dinger dabei, die mir sonst nicht passieren", erklärte Langkamp: "Man merkt einfach, wenn man wochenlang nicht spielt, dass dann der Rhythmus nicht da ist."

"Ein Riesen-Kompliment an Marco"

Friedl in strömendem Regen gegen Düsseldorf am Ball.
Für Marco Friedl war es erst der dritte Einsatz in dieser Saison. Bild: Imago | Nordphoto

Er hatte seine neue Chance bekommen, zusammen mit Marco Friedl, der ebenfalls unglückliche Auftritte wiedergutmachen wollte. Dem 20 Jahre alten Österreicher gelang das am Freitagabend etwas besser, das musste auch Langkamp zugeben: "Ein Riesen-Kompliment an Marco, der hat heute ein Klasse-Spiel gemacht ohne Fehler." Das Verteidiger-Duo wollte gegen Düsseldorf Werbung für sich machen, als Ersatz für den gesperrten Abwehrchef Niklas Moisander und den verletzten Milos Veljkovic.

Moisander wird gegen Dortmund am Samstagabend in die Defensive zurückkehren – doch wer spielt neben ihm? "Die Frage kann ich nicht beantworten, der Trainer entscheidet das", meinte Friedl, "ich versuche, im Training wieder Vollgas zu geben und alles zu versuchen, damit ich am Samstag wieder in der Startelf stehe." Verschlechtert dürften sich seine Chancen nach dem Auftritt gegen Düsseldorf wohl nicht. Doch Trainer Florian Kohfeldt lässt sich selten in die Karten schauen. Daher nimmt es Langkamp sicherheitshalber mit Humor: "Na, vielleicht spielen wir ja alle drei."

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: ARD, Sportschau, 8. Dezember 2018, 18:45 Uhr