Oh weh, SVW: Diese Werder-Spieler sind noch verletzt

Zeitweise fehlte Trainer Kohfeldt eine ganze Elf. Inzwischen lichtet sich zwar das Lazarett – doch vor dem Spiel am Samstag gegen Berlin gibt es viele Fragezeichen.

Trainer Florian Kohfeldt umringt von einer kleinen Trainingsgruppe während der Länderspielpause.
Übersichtliche Trainingsgruppe: Aufgrund der Länderspielpause und den zahlreichen Verletzten blieben Trainer Florian Kohfeldt (3. von rechts) am Mittwoch nur wenige Spieler. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

1 Niklas Moisander

Der Werder-Kapitän hatte sich Anfang September beim Auslaufen nach dem Testspiel in Hannover einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen und fehlt seither als Abwehrchef. Am Mittwoch war der 34 Jahre alte Finne erstmals wieder zurück auf dem Rasen – allerdings nur für leichtes Lauftraining. "Es ist positiv, dass er seit einigen Tagen läuft", meinte Trainer Florian Kohfeldt am Donnerstag: "Aber das Hertha-Spiel kommt zu früh."

2 Yuya Osako

Am Dienstag war der Japaner nach vierwöchiger Pause zum individuellen Training auf den Rasen zurückgekehrt – samt Gummibändern. Eigentlich hieß es, Osako würde nach seiner Muskelverletzung im Oberschenkel mindestens sechs Wochen ausfallen und es schien, als könne Werders Offensivmann früher zurückkehren. Doch auch bei ihm stellte Kohfeldt klar: "Wir wollen kein Risiko eingehen, daher wird Yuya am Samstag nicht im Kader stehen."

3 Claudio Pizarro

Nach einigen Wehwehchen in den vergangenen Wochen hat Werders Routinier eine Pause von Trainer Florian Kohfeldt verordnet bekommen, in der der 41 Jahre alte Peruaner individuelles Aufbautraining absolviert. Pizarro drehte wie Moisander am Mittwoch seine Laufrunden auf dem Platz und trainierte auch am Donnerstag noch individuell. Kohfeldt geht davon aus, dass Pizarro am Abschlusstraining teilnehmen kann und am Samstag im Kader stehen wird.

4 Davy Klaassen

Den späten Elfmeter gegen Frankfurt hatte der Niederländer zwar für Werder herausgeholt, doch sich dabei eine Prellung am rechten Fuß zugezogen. Ihm kam die Länderspielpause nun sehr gelegen, Klaassen schonte sich und trainierte eine Woche lang individuell. Seit vergangenen Freitag ist er wieder im Mannschaftstraining dabei und bestätigte am Dienstag, dass er gegen die Hertha wieder einsatzfähig sein wird.

5 Sebastian Langkamp

Drei Monate lang wurde der Innenverteidiger von einem Muskelfaserriss in der Wade ausgebremst, Langkamp verpasste die komplette Saisonvorbereitung. Dann sollte es gegen Borussia Dortmund endlich das ersehnte Comeback geben – doch im Abschlusstraining fuhr ihm ein Hexenschuss dazwischen. Im Testspiel gegen St. Pauli stand Langkamp dann erstmals wieder 80 Minuten auf dem Platz. Nach der langen Pause ist er wohl eher ein Kandidat für die Ersatzbank im Spiel gegen Berlin.

6 Ömer Toprak

Eigentlich schien auch bei Werders Neuzugang alles klar zu sein: Gegen Frankfurt sollte der Innenverteidiger sein Comeback feiern, nachdem Toprak einen Monat lang wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade ausgefallen war. Doch dann musste der 30-Jährige das Abschlusstraining vorzeitig abbrechen, erneut mit muskulären Problemen. Auch für ihn kam die Länderspielpause zur rechten Zeit. Toprak trainierte bis Donnerstag individuell, doch auch er wird am Samstag nicht dabei sein. "Er hatte vor dem Frankfurt-Spiel eine Überbelastung", erklärte Kohfeldt: "Deshalb geben wir ihm noch eine Woche mehr Zeit."

7 Ludwig Augustinsson

Der Schwede führt das Quartett von Werders Knie-Härtefällen an. Seit Ende August fehlt der Außenverteidiger, frühestens Anfang Dezember wird mit seiner Rückkehr gerechnet. Augustinsson absolviert die Reha in seiner schwedischen Heimat und laut Trainer Kohfeldt liegt der 25-Jährige dabei "voll im Plan".

8 Kevin Möhwald

Von einem "Akutschaden" im Knie hatte Kohfeldt bei der Diagnose des 26 Jahre alten Mittelfeldspielers gesprochen. Anfang September musste er operiert werden, Möhwald wird ein halbes Jahr ausfallen. Besonders bitter: Er war gerade auf dem Weg zum Stammspieler in der Werder-Elf.

9 Niclas Füllkrug

Den nächsten Pechvogel und Werders neuen Stürmer erwischte es mit dem Kreuzbandriss Ende September besonders arg. Denn der 26-Jährige hatte gerade erst einen Knorpelschaden im Knie überstanden, der ihn vier Monate ausbremste und auch die Vorbereitung bei Werder noch beeinträchtigte. Den ersten Schock hat Füllkrug inzwischen verkraftet, aber ein halbes Jahr wird er dennoch ausfallen.

10 Fin Bartels

Der allergrößte Pechvogel der Grün-Weißen ist definitiv Fin Bartels. Die Folgen seines Achillessehnenrisses, den er sich im Dezember 2017 zuzog, dauerten bis Anfang dieses Jahres an. Die Reha lief nicht ganz optimal, im Frühjahr plagten den 32-Jährigen wieder muskuläre Probleme. Mehr als zwei Kurzeinsätze waren nicht drin. Anfang August folgte der nächste Rückschlag: Bartels musste am Knie operiert werden. Aufgrund einer Fehlbelastung nach seiner Achillessehnenverletzung hatte sich Flüssigkeit im anderen Bein gebildet. Seine Rückkehr ist ungewiss.

Osako macht sich mit Gummibändern fit fürs Comeback

Yuya Osako trainiert bei strahlendem Sonnenschein gegen den Widerstand von zwei langen Gummibändern.

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Autorin

  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 15. Oktober 2019, 18:06 Uhr