Urteil im Berater-Streit um Klaassen: Werder spart 250.000 Euro

Urteil im Berater-Streit um Klaassen: Werder spart 250.000 Euro

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Das Bremer Landgericht hat Werder Bremen am Montag recht gegeben. Der Klub muss die von der Beraterfirma von Ex-Profi Davy Klaassen geforderte Provision nicht zahlen.

Werder Bremen hat am Montag einen wichtigen Sieg eingefahren. Anfang Oktober 2020 war Davy Klaassen von den Grün-Weißen zu Ajax Amsterdam gewechselt und seitdem forderte die Agentur des Niederländers eine Provision für den Transfer.

Die Beraterfirma von Klaassen, die von Ex-Profi Sören Lerby geführt wird, forderte 250.000 Euro und berief sich auf den mit Werder ausgehandelten Vertrag. Die Bremer pochten dagegen darauf, dass festgelegt war, bis zum Ende der eigentlichen Transferperiode am 31. August keine Provision zahlen zu müssen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Der Streit war durch die Tatsache entstanden, dass aufgrund der Corona-Pandemie die Transferperiode 2020 bis in den Herbst ausgeweitet worden war. Das Bremer Landgericht gab Werder am Montag recht.

Die Kammer teilt die Auffassung von Werder Bremen. Durch die Verschiebung der Transferperiode hat sich auch der Stichtag für die Provision verschoben. Deshalb muss Werder nicht zahlen. Das Gericht legt den Vertrag so aus, dass der 31. August nicht als Stichtag die Provision begründen soll, sondern damit das Ende der Transferperiode gemeint ist. Und das hat sich verschoben.

Gerichtssprecher Jan Stegemann gegenüber der "Bild"-Zeitung

Noch ist das Urteil nicht rechtskräfig, Klaassens Agentur hat noch die Möglichkeit, Berufung einzulegen. Dann würde der Fall ans Oberlandesgericht gehen.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 31. Januar 2022, 18:06 Uhr