Dreierkette futsch – so könnte die neue Werder-Abwehr aussehen

Moisander gesperrt, Vogt verletzt – Werder muss mal wieder die Defensive umbauen. Marco Friedl könnte gegen Hoffenheim eine wichtige Rolle spielen.

Marco Friedl stemmt die Hände in die Hüfte.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

41 Gegentreffer hat Werder Bremen in der Hinrunde kassiert. Der Blick auf die Ergebnistafel nach dem Düsseldorf-Spiel dürfte deswegen für viele Spieler eine Wohltat gewesen sein. Endlich zu Null gespielt. Die Abwehrreihe mit den Routiniers Toprak, Vogt und Moisander hat ihre Sache gut gemacht und es besteht die berechtigte Hoffnung, dass die Bremer mit dieser Formation ihr Defensivproblem in der Rückrunde in den Griff bekommen.

Werder wird kein Risiko bei Vogt eingehen

"Drei erfahrene Innenverteidiger neben einem geben schon ein gutes Gefühl. Du weißt einfach, dass sie da sind, wenn der Ball in deinen Rücken kommt", erklärt Abwehrspieler Marco Friedl, der gegen Düsseldorf auf eine der beiden Außenpositionen gespielt hat.

Ärgerlich nur, dass aus diesem erfahrenden Trio wahrscheinlich nur Ömer Toprak gegen Hoffenheim auflaufen wird. Moisander ist gesperrt und für Vogt dürfte das Spiel nach seinem Zusammenprall mit Jiri Pavlenka noch zu früh kommen. Bei Gehirnerschütterungen, so Sportchef Frank Baumann, dürfe man kein Risiko eingehen. "Die Hoffnung ist da, dass er am Sonntag spielen kann, aber es ist eben noch nicht sicher", betont Baumann.

Kevin ist einer, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt und unbedingt spielen möchte. Er ist natürlich besonders motiviert, weil es gegen seinen Ex-Klub gehen wird.

Frank Baumann, Werder-Sportchef

Wenn Vogt aber nicht spielen kann, muss die neuformierte Abwehrreihe komplett umgebaut werden. Nicht das erste Mal in dieser Saison. Trainer Florian Kohfeldt kennt die Situation zu Genüge. Bleibt der Trainer bei der Dreierkette, dann sind Toprak und Veljkovic gesetzt, nur der dritte Mann wird dann noch gesucht. Der könnte Marco Friedl heißen: "Für einen jungen Spieler kann es nur von Vorteil sein, wenn man mehrere Positionen spielen kann und flexibel ist", sagt Friedl ohne allzu viel zu verraten.

Groß oder Friedl? Wer spielt in der Dreierkette?

Eine andere Möglichkeit die Dreierkette zu besetzen wäre, dass Christian Groß in das Zentrum rückt. Zuletzt im Testspiel gegen Hannover 96 hat der Routinier auf dieser Position eine gute Figur gemacht. Da Friedl durch den Ausfall von Augustinsson eigentlich auf der linken Seite gebraucht wird, bietet sich diese Option an.

Dass Kohfeldt dagegen wieder auf eine Viererkette setzt, ist äußert unwahrscheinlich, denn mit Gebre Selassie und Michael Lang fehlen zurzeit zwei gelernte Rechtsverteidiger. Egal aber, wie Werder Bremen in der Abwehr spielen wird, das Ziel dürfte immer das gleiche sein: Erneut zu Null zu spielen.

Werders Abwehrprobleme: Welche Rolle spielt Friedl?

Marco Friedl bei einer Pressekonferenz von Werder Bremen

Autor

  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 22. Januar 2020, 18:06 Uhr