Rashica-Wechsel: RB-Sportdirektor Krösche erhöht Druck auf Werder

Leipzigs Sportdirektor deutet an, dass der Klub nicht auf einen Rashica-Transfer angewiesen sei. Zudem hat sich ein möglicher Werder-Neuzugang offenbar gegen einen Wechsel entschieden.

Milot Rashica brüllt über den Platz.
Sein Wechsel zieht sich: Werder-Topscorer Milot Rashica. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Dass Werder seinen Leistungsträger Milot Rashica verkaufen muss, ist ein mehr als offenes Geheimnis. Entsprechend brodelt die Gerüchteküche seit geraumer Zeit. Mal kommt ein Interessent hinzu, mal fällt einer weg. Zuletzt hieß es, Borussia Dortmund denke wieder über eine Verpflichtung des Flügelflitzers nach, beim AC Mailand wiederum habe man von einem Transfer Abstand genommen. Als heißester Anwärter gilt weiterhin RB Leipzig.

Die finanzstarken Sachsen machten Werder laut "Bild" bereits ein erstes Angebot, das die Grün-Weißen aber zurückwiesen. Werder forderte offenbar mehr Geld für den 24-Jährigen, was in Leipzig wiederum für wenig Begeisterung gesorgt haben dürfte. In einem Interview mit dem "Sportbuzzer" erklärte RB-Sportdirektor Markus Krösche am Samstag auf die Frage, wann das Gezerre um Rashica ende: "Milot ist ein interessanter Spieler". Zugleich schränkte er ein: "Aber es gibt auch andere interessante Spieler." Krösches Wortwahl macht deutlich: RB kann sich eine Verpflichtung Rashicas gut vorstellen, nicht aber zu jedem Preis. Weil Werder die Rashica-Millionen aufgrund der finanziellen Folgen der Corona-Krise fest eingeplant hat, ist die Verhandlungsposition der Bremer aber alles andere als rosig. Große Forderungen zu stellen können sich die Grün-Weißen daher eher nicht leisten.

Michorl bleibt wohl beim Linzer ASK

Zudem hat sich scheinbar ein potenzieller Werder-Neuzugang gegen einen Wechsel an die Weser entschieden. Der Mittelfeldspieler Peter Michorl, an dem laut der "Oberösterreichischen Nachrichten", sowohl die Bremer als auch der Hamburger SV Interesse gezeigt hatten, bleibt wohl bei seinem bisherigen Arbeitgeber Linzer ASK. Mit fünf Toren und 13 Vorlagen machte der 25-Jährige in der vergangenen Saison wiederholt auf sich aufmerksam. Auch wegen seiner Position als defensiver Mittelfeldspieler hätte er ins diesjährige Bremer Beuteschema gepasst. Bis zum 31. Juli kann Michorl zwar noch per Ausstiegsklausel in Höhe von 1,2 Millionen Euro wechseln. Weil er jedoch vor kurzem beim Trainingsstart seines Klubs mitwirkte, ist ein Transfer laut österreichischen Medienberichten aber vom Tisch.

Brodelnde Gerüchteküche: Tragen diese Spieler bald das Werder-Trikot?

Video vom 9. Juli 2020
Ex-Werder Profi Valerien Ismael links, Peter Michorl vom Linzer ASK rechts.
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Helge Hommers

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 24. Juli 2020, 18:06 Uhr