Werder befürchtet Wettbewerbsnachteil

Statt in Kleingruppen dürfen die Bremer Profis weiterhin nur individuell trainieren. Werder-Coach Florian Kohfeldt betrachtet die Einschränkung mit Sorge.

Johannes Eggestein und Maximilian Eggestein auf dem Weg zur Werder-Geschäftsstelle
Trainingsauftakt mit Einschränkungen: Die Werder-Spieler um Johannes Eggestein (links) und Maximilian Eggestein dürfen weiterhin nur einzeln trainieren. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Im Gegensatz zu den restlichen Klubs der Fußball-Bundesliga haben die Bremer an diesem Montag noch nicht wieder mit dem Training in Kleingruppen beginnen dürfen. Im Kampf um den Klassenerhalt fürchtet der Verein deshalb Nachteile gegenüber der Konkurrenz. "Wir werden weiterhin die Vorgaben der Behörden in allen Bereichen vollumfänglich umsetzen, befinden uns aber weiterhin in dem Spannungsfeld, dass Mitkonkurrenten an anderen Standorten bereits seit Längerem im Gruppentraining arbeiten", wird Trainer Florian Kohfeldt in einer Mitteilung des Vereins zitiert.

Wir hoffen hierbei keinen Wettbewerbsnachteil zu erleiden, sondern würden eine bundesweit einheitliche Lösung begrüßen.

Florian Kohfeldt, Werder-Trainer

Zuvor hatte Werder beim Bremer Senat einen Antrag gestellt, ab diesem Montag wieder zweimal täglich in Gruppen von bis zu zehn Spielern trainieren zu dürfen. Über den Antrag wurde noch nicht entschieden, weil Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) in dieser Frage auf eine bundesweit einheitliche Regelung setzt. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung zog der Senat seine Beratungen über den Antrag vor, sodass eine Entscheidung zeitnah erfolgen könnte. Solange noch keine Genehmigung vorliegt, halten sich die Werder-Profis daher wie schon seit Beginn der wegen der Corona-Krise notwendigen Trainingspause weiter individuell fit.

Bis auf ein verletztes Trio sind alle Spieler an Bord

Im Laufe der vergangenen Woche waren alle Spieler nach Bremen zurückgekehrt. Abgesehen von dem weiterhin verletzten Trio um Niclas Füllkrug, Kevin Möhwald und Ömer Toprak steht Kohfeldt der komplette Kader zur Verfügung. "Die Spieler haben einzelne Trainingstermine, an denen sie mit einem Trainer entweder auf dem Platz oder im Kraftraum individuell arbeiten", erklärte der Werder-Coach. "Darüber hinaus haben sie ein individuelles Laufprogramm zu absolvieren."

Kommentar zum Streit zwischen Werder Bremen und Innensenator Mäurer

Video vom 5. April 2020
Jan-Dirk Bruns vor einer orangenen Wand.

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 6. April 2020, 18:06 Uhr