Ab Montag kehrt Werder ins Training zurück

Bevor aber der Ball wieder rollt, stehen Leistungstests an. Eine medizinische Task Force unterstützt die Bremer. Einigung erzielten Spieler und Verein beim Thema Gehaltsverzicht.

Werders Johannes Eggestein und Nuri Sahin im Kampf um den Ball im Training.
Die fußballfreie Zeit ist bei Werder bald vorbei. Bis im Mannschaftstraining wieder gedribbelt und gegrätscht wird, dauert es aber noch etwas. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

In der Corona-Krise, in der viele Menschen überwiegend zu Hause sind und jede Form von Ablenkung gefragt ist, ruht der Ball. Sowohl für Fußball-Fans als auch für Spieler ist es auch deswegen keine einfache Zeit. Oder wie Werder-Profi Leonardo Bittencourt es ausdrückt: "Nach ein, zwei Tagen zu Hause hocken, jucken einem die Füße." Zumindest die trainingsfreie Phase neigt sich für Bittencourt und Co. ihrem Ende entgegen: Ab Montag, 6. April, kehren die Bremer fürs Training wieder auf den Platz zurück. Das hat Werders Finanzchef Klaus Filbry am Dienstag im Anschluss an die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DLF) bestätigt.

Zusammenarbeit mit medizinischer Task Force

Josh Sargent fährt auf seinem Fahrrad zum Training.
Für die Werder-Profis um Josh Sargent hat die trainingsfreie Zeit bald ein Ende. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Dass dann allerdings auch in großer Runde gleich wieder der Ball rollt, ist eher unwahrscheinlich. Denn in der Vergangenheit stiegen die Bremer nach längerer Pause nicht sofort wieder ins Mannschaftstraining ein, sondern absolvierten Leistungstests und trainierten, wenn überhaupt, nur individuell oder in Kleingruppen. "Ich denke, das wird auch in diesem Fall so sein", sagte Filbry. Weiterhin beschlossen die Vereine und die DFL auf ihrer Krisensitzung die Gründung einer medizinischen Task Force. Diese soll sich mit den einzelnen Teams zusammensetzen und sie beraten.

Es geht darum, vernünftige Rahmenbedingen zu entwickeln, damit ein Mannschaftstraining stattfinden kann, ohne dass die Gesundheit der Spieler gefährdet ist.

Klaus Filbry, Werder-Finanzchef

Erst wenn die notwendigen Maßnahmen vorliegen, steigt Werder wieder zeitgleich "mit den anderen Bundesligavereinen", so Filbry, ins Mannschaftstraining ein. Soll heißen: Chancengleichheit für alle.

Gehaltsverzicht befindet sich auf der Zielgeraden

In einer Telefonkonferenz mit Bremer Medien gab Filbry zudem weitere Details zum von der Mannschaft vorgeschlagenen Gehaltsverzicht bekannt. Stellvertretend für die Spieler waren Teamkapitän Niklas Moisander und Philipp Bargfrede mit Werders Verantwortlichen ins Gespräch gegangen. Die Einigung, die Verein und Team schließlich erzielten, wird momentan in einem Vertrag festgehalten. Jeder Spieler verzichte demnach auf denselben Prozentsatz seines Salärs. Auch die Trainer und die Geschäftsführung beteiligen sich an der Aktion. Was das in konkreten Zahlen bedeutet, behielt Filbry aber für sich.

Das sagt Filbry über wirtschaftliche Corona-Folgen für Werder Bremen

Video vom 31. März 2020
Filbry von Werder im Interview mit buten un binnen.

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Autor

  • Helge Hommers

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 01. April 2020, 23:30 Uhr