Werder-Chef Bode: "Traurig, dass wir den Bock nicht umstoßen konnten"

Marco Bode wirkte etwas zerknirscht im NDR-Sportclub. Leicht war die Trennung von Trainer Florian Kohfeldt nicht. Doch der Fokus liege auf dem Ziel Klassenerhalt.

Ein Mann steht mit Maske allein auf einer Tribüne mit Sitzplätzen in einem Fußballstadion
Marco Bode will erst nach dem Saisonfinale über einen neuen Trainer sprechen. (Archivbild) Bild: Imago | Ulrich Hufnagel

Ein paar Dinge hätten sich nicht verändert, sagte Werder-Aufsichtsratschef Marco Bode, der im Gespräch mit dem NDR Sportclub am Sonntagabend seine Worte sorgfältig wählte. Grundsätzlich passe Florian Kohfeldt zu Werder und man habe ein gutes Verhältnis. Doch "am Ende ist die Macht der Ergebnisse zu stark geworden", resümierte Bode.

Eigentlich gehöre es zur DNA von Werder, an seinen Trainern festzuhalten. Im Halbfinale im DFB-Pokal gegen Leipzig (1:2) habe man auch eine deutliche Reaktion wahrgenommen, auch im Bundesligaspiel gegen Leverkusen. "Aber man muss jetzt festhalten, dass wir zu dem Schluss gekommen sind, dass die Wahrscheinlichkeit drin zu bleiben, mit einem Trainerwechsel größer ist als ohne."

Trainerdiskussion erst nach dem Saisonfinale

In früheren Gesprächen hätte auch Thomas Schaaf Sportchef Frank Baumann darin bestärkt, alles zu versuchen. "Heute bin ich sehr traurig, dass wir doch feststellen mussten, dass wir den Bock nicht umstoßen konnten." Gemeinsam mit Schaaf wolle Werder jetzt alles in das letzte Spiel legen, zu Hause gegen Mönchengladbach (Sa. 15:30 Uhr). "Vielleicht noch mal mit Relegationsspielen, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen."

Auf eine Diskussion über einen möglichen Nachfolger für die Trainerposition ließ Bode sich nicht ein. Schaaf steht nach jetzigem Stand nur für das letzte Spiel gegen Mönchengladbach und mögliche Relegationsspiele zur Verfügung. "Wir haben zu jeder Zeit auch ein ziemlich genaues Bild davon, welcher Trainer zu uns passt", sagte Bode. "Doch das stellen wir jetzt noch zurück, weil wir den Fokus auf das Spiel gegen Gladbach legen, um unser Ziel zu erreichen. Alles weitere wird sich dann finden, auch die Frage, welcher Trainer am besten zu uns passen könnte."

Werder setzt auf Trainerwechsel: Das sind die neuen Entwicklungen

Video vom 16. Mai 2021
Werder-Trainer Florian Kohfeldt mit weißer FFP2-Maske nachdenklich im Stadion von Augsburg.
Bild: Imago | Poolfoto
Bild: Imago | Poolfoto

Dieses Thema im Programm: NDR Sportclub, 16. Mai 2021, 22:50 Uhr