Werders Torwart-Duell verloren: Pavlenka muss die Bank drücken

Audio vom 11. September 2021
Werder-Torhüter Jiri Pavlenka schaut beim Aufwärmen mit dem Ball in der Hand zerknirscht nach oben.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
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Damit hat Werders langjährige Nummer eins zwischen den Pfosten wohl nicht gerechnet: Trainer Markus Anfang entscheidet sich in Ingolstadt für Michael Zetterer.

Dass die Nachricht Jiri Pavlenka nicht geschmeckt hat, war ihm beim Aufwärmen im Ingolstädter Stadion anzusehen. Als der 29 Jahre alte Tscheche 2017 zu Werder Bremen gewechselt war, hat er sich auf Anhieb als Nummer eins im Tor festgesetzt und 135 Mal in der Bundesliga gespielt.

Doch nun ist Pavlenka am Samstag von Trainer Markus Anfang degradiert worden, er musste seinen angestammten Platz zwischen den Pfosten für Michael Zetterer räumen und 90 Minuten lang Werders 3:0-Sieg von der Ersatzbank aus verfolgen.

Trainer Anfang favorisiert Zetterer

Werder-Torwart Michael Zetterer rollt einen Ball wieder ins Spiel.
Vom Stellvertreter zur Nummer eins: Michael Zetterer hat sich bei Trainer Markus Anfang diesen Status erkämpft. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Damit hatte Pavlenka wohl nicht gerechnet. Schließlich war er sicherlich davon ausgegangen, dass er seinen Stammplatz zurückbekommen würde, sobald seine Rückenprobleme überwunden sind. Seit der EM-Vorbereitung hat sich Pavlenka damit herumgeplagt, nun ist der Nationalkeeper wieder fit. Und trotzdem muss er die Bank drücken. Zetterer hatte ihn bereits während der ersten fünf Spieltage vertreten und soll nun bleiben.

Dass sich Pavlenka einfach so mit der Entscheidung abfinden würde, das hatte Anfang auch "nicht von ihm erwartet", wie der Bremer Coach bei Sky erklärte: "Er wird weiter arbeiten und Druck ausüben. Ich hoffe, dass dieser Konkurrenzkampf beide Torhüter beflügelt."

"Wir haben zwei Nummer eins"

Ob dieser Kampf um die Nummer eins im Bremer Tor so geräuschlos laufen wird, wie von Anfang erhofft, scheint zumindest fraglich. Denn Pavlenka hat sich wohl nicht für den Verbleib bei Werder mitsamt der 2. Liga entschieden, um dann Bankdrücker zu sein.

Es war eine schwierige Situation. Wir haben uns für Zetterer entschieden, weil er die letzten beiden Spiele entsprechend abgeliefert hat. Wir wollen dieses Leistungsprinzip auch vorne anstellen. Pavlenka war leider verletzt gewesen. Er ist keinesfalls die Nummer zwei, wir haben zwei Nummer eins.

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Bild: Imago | Nordphoto
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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Das Wochenende, 11. September 2021, 13:15 Uhr