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Werders neue Nummer 1: "Zwischen 'Pavlas' und mir ist alles gut"

Video vom 12. September 2021
Werder-Torwart Michael Zetterer steht mit erhobenen Händen und konzentriertem Blick auf dem Spielfeld.
Bild: Imago | Fotostand
Bild: Imago | Fotostand

Michael Zetterer hat sich im Duell um das Werder-Tor gegen Stammkeeper Jiri Pavlenka durchgesetzt. Doch der 26-Jährige hatte lange auf dieses Ziel hingearbeitet.

Der Tag der Entscheidung um die Vormacht im Werder-Tor war am vergangenen Freitag. Dann teilte Markus Anfang Michael Zetterer mit, dass er die neue Nummer eins ist. "Wir haben gesprochen und der Trainer hat die Vorbereitung Revue passieren lassen und mir gesagt, dass ich mir das verdient habe", sagte Zetterer am Sonntag im Interview mit dem Sportblitz.

Zetterer hatte bereits während der ersten fünf Spieltage zwischen den Pfosten gestanden. Zunächst war das der Tatsache geschuldet, dass Stammkeeper Jiri Pavlenka seit der EM-Vorbereitung am Rücken verletzt gewesen ist. Nun ist der Tscheche wieder fit und trotzdem fiel Anfangs Wahl auf Zetterer.

Manchmal ist es im Torwartspiel aber auch so, dass man gar nicht viel dafür kann. 'Pavlas' war verletzt und ich habe die Chance bekommen und sie genutzt.

Werder-Torwart Michael Zetterer im Sportblitz-Interview

Anfang entschied nach "Leistungsprinzip"

Der 26 Jahre alte Zetterer durfte also am Samstag in Ingolstadt erstmals offiziell als Nummer eins antreten und er hielt seinen Kasten sauber, obwohl ihm besonders in der Anfangsphase der Partie die Nervosität anzumerken war.

Anfang betonte nach dem 3:0-Sieg, dass allein das "Leistungsprinzip" den Ausschlag für seine Entscheidung gegeben hätte. Zudem hatte er sich mit Torwarttrainer Christian Vander ausgetauscht und dieser habe sich für Zetterer ausgesprochen.

Ausgeliehen, verletzt, hochgekämpft

Geahnt hatte es Zetterer nicht, aber "ein gutes Gefühl gehabt", wie er betonte. Denn seine Leistungen und die Ergebnisse sprachen für ihn und er hatte lange auf diesen Moment hingearbeitet. Immer wieder war er von Werder ausgeliehen worden, um Spielpraxis zu bekommen. Und Zetterer hatte sich auch nach einem Kahnbeinbruch in der Hand zurückgekämpft.

Die Nummer eins war mein Ziel in den letzten Jahren. Es war nicht immer einfach, aber so eine Chance jetzt genutzt zu haben, fühlt sich sehr gut an.

Werder-Torwart Michael Zetterer im Sportblitz-Interview

'Pavlas' ist ein fairer Sportsmann

Bis auf Weiteres und so lange Zetterer seine Leistung bringt, wird also er die Nummer eins bleiben. Pavlenka, der 135 Bundesliga-Spiele für Werder bestritten hat und zuvor nie wirklich in Frage stand, kann sich nun nur über gute Trainingsleistungen anbieten oder auf Zetterers Fehler hoffen.

Dass Pavlenka die Entscheidung nicht freudig aufgenommen hatte, hatte Anfang auch gar nicht von ihm erwartet. Doch dieser habe professionell reagiert, betonte er. Und auch Zetterer erklärte, dass er vorher und seither gut mit Pavlenka klargekommen sei. Es muss sich allerdings zeigen, ob der Machtwechsel tatsächlich so geräuschlos bleibt, sollte Pavlenka auf Dauer zum Bankdrücker werden.

Unser Verhältnis ist gut, das war es vorher auch schon. 'Pavlas' ist da ein sehr fairer Sportsmann und hat es angenommen. Zwischen uns gibt es überhaupt keine Schwierigkeiten.

Werder-Torwart Michael Zetterer im Sportblitz-Interview

Werders Zetterer: "Manchmal kann man im Torwartspiel gar nichts dafür"

Video vom 12. September 2021
Werder-Torwart Michael Zetterer steht bei einem Interview vor den leeren Plätzen der Ostkurve im Weserstadion.
Bild: Radio Bremen
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Autoren

  • Janna Betten Redakteurin und Autorin
  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 12. September 2021, 19:30 Uhr