Werders Toprak: "Vom Reden und Träumen ist noch keiner aufgestiegen"

Ömer Toprak gibt im Training Anweisungen.

Werders Toprak: "Vom Reden und Träumen ist noch keiner aufgestiegen"

Bild: Imago | Nordphoto

Bei den Bremern ist ein wenig Euphorie zurück, doch Ömer Toprak drückt auf die Bremse. Mit Blick auf das Jahresende freut er sich auf zwei seiner liebsten Filme.

Ömer Toprak hat in seiner Karriere schon eine ganze Menge erlebt. Als 19-Jähriger verunglückte er bei einem Kart-Unfall schwer und seine Karriere hing am seidenen Faden. Doch Toprak kämpfte sich zurück und spielte mit seinen Ex-Klubs Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund sogar in der Champions League. Die 2. Liga dürfte ihn da eigentlich nicht mehr sonderlich beeindrucken, doch das vergangene halbe Jahr mit Werder steckt auch ihm in den Knochen.

Wir hatten eine sehr turbulente Hinrunde. Viele Spielerwechsel, dann ein Trainerwechsel und in letzter Zeit sehr, sehr viel Corona. Die letzten zwei Siege haben gutgetan.

Ömer Toprak am Donnerstag in einer Medienrunde

Kämpft Werder jetzt um den Aufstieg?

Gerade in den vergangenen Wochen überschlugen sich nach dem plötzlichen Aus von Markus Anfang bei Werder die Ereignisse. "Vier Trainer in vier Spielen, das habe ich auch noch nicht gehabt", scherzte Toprak. Auf Anfang folgte interimsweise erst Danijel Zenkovic und dann Christian Brand. Wochen, in denen Kapitän Toprak einige Male in der Trainerkabine war, um sich gemeinsam zu beratschlagen. Mit Ole Werner ist nun der neue Chefcoach da und direkt gut gestartet. Werner, so Toprak, mache einen sehr guten und klaren Eindruck. "Ich hab mehrere gefragt, ob das dann wirklich jetzt der norddeutsche Charakter ist und viele 'Jas' gehört", erzählte der 32-Jährige. Sportlich läuft es mit zwei Siegen aus den ersten zwei Spielen auch. An der Weser wird nun schon wieder vermehrt vom Aufstieg gesprochen, doch der Abwehrchef tritt dabei ein wenig auf die Bremse.

Vom Reden und Träumen ist noch keiner aufgestiegen.

Ömer Toprak am Donnerstag in einer Medienrunde

Entspannte Weihnachten

Am Sonntag (13:30 Uhr) könnten die Bremer mit einem Sieg bei Hannover 96 noch einmal ordentlich Druck nach oben machen, ehe die Füße für ein paar Tage hochgelegt werden. Darauf freut sich auch Toprak schon. Vor allem, weil endlich mal wieder Zeit mit der Familie verbracht werden kann. Dazu werden ein paar Klassiker geschaut. "Kevin - Allein zu Haus" und "Kevin - Allein in New York", so Toprak, gehören für ihn einfach zum Pflichtprogramm. "Das habe ich mir auch früher schon angeschaut."

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 16. Dezember 2021, 16 Uhr