Werders Testspiel vor leeren Rängen wegen Gewitters abgebrochen

So hatte sich Florian Kohfeldt den ersten Test im Trainingslager in Südafrika nicht vorgestellt. Doch Petrus ist offenbar kein Fußball-Fan, nach 50 Minuten war Schluss.

Schweres Unwetter über dem Stadion in Johannesburg während Werders Testspiel.
Das Unwetter kam schon nach einer halben Stunde Spielzeit bedrohlich näher: Nach einer knappen Stunde musste Werders Testspiel abgebrochen werden. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Man konnte damit rechnen, dass die Partie nicht trocken über die Bühne gehen würde. Sintflutartiger Regen in Johannesburg nötigte Werder Bremen am Samstag, das geplante Testspiel gegen die Kaizer Chiefs tags darauf ins WM-Stadion von Johannesburg zu verlegen.

Doch auch die 94.000 Plätze fassende Arena verfügt über kein Dach – und das nächste schwere Unwetter donnerte dann auch am Sonntagnachmittag wieder über die südafrikanische Metropole und brachte literweise Regen mit.

Blick auf die leeren Tribünen im Stadion von Johannesburg während einer Pause des Testspiels.
Leere Ränge, lange Gesichter: In der Halbzeitpause wurde beraten, ob weitergespielt werden könne – doch nichts ging mehr. Bild: Imago | Nordphoto

Werder hatte da gerade erst die Hälfte des geplanten Test-Kicks hinter sich gebracht. Viermal 25 Minuten wollte man gegen die Kaizer Chiefs spielen, doch nach zwei Vierteln ging nichts mehr. "Es ist schade, weil wir unser Team geteilt hatten und uns jetzt 50 Minuten Spielzeit fehlen", bedauerte Werder-Coach Florian Kohfeldt: "Bei allem sportlichen  Ehrgeiz: Die Gesundheit geht vor. Jeder hat gesehen, dass es nicht möglich war, das Spiel fortzusetzen." Begeistert war Kohfeldt jedoch nicht.

Ich bin super sauer, dass wir das Spiel nicht durchziehen konnten und keine sportlichen Ergebnisse bekommen. Es ist kein Drama für die Vorbereitung in der Summe, weil wir den athletischen Teil absolviert haben und im Winter nicht viele Spiele brauchen. Aber ich hätte gerne gespielt.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt

'Johannes trifft in Johannesburg'

Johannes Eggestein im Zweikampf gegen einen Spieler der Kaizer Chiefs im Testspiel in Johannesburg.
Einer der Besten im Testspiel: Torschütze Johannes Eggestein. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Zumindest einen Treffer bekamen die Journalisten und die etwa 150 Fans, die doch ins Stadion gelassen worden, zu sehen. In der 40. Minute traf Johannes Eggestein nach Vorlage von Josh Sargent. Dennoch blieb im gigantischen Stadion die Geisterspiel-Atmosphäre, die das Gewitter nicht besser machte. So war der Test auch ein Muster ohne Wert für Kohfeldt: "Rein fußballerisch kann ich dieses Spiel nicht bewerten. Das wäre albern."

Doch Torschütze Johannes Eggestein freute sich nicht nur über das Wortspiel – Johannes trifft in Johannesburg – sondern über seinen Torerfolg an sich. Leicht war der Auftritt gegen den gänzlich unbekannten Gegner jedoch nicht: "Wir wussten nicht so recht, was für ein Gegner uns hier erwartet. Sie haben es gut und uns damit das Leben schwer gemacht. Schade, dass wir das Spiel nicht beenden konnten."

Schietwetter in Südafrika: Werder geht baden

Regenbäche auf dem Parkplatz vor Werders Hotel in Johannesburg.

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Autorin

  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 6. Dezember 2019, 19:30 Uhr