Wer will nochmal, wer hat noch nicht bei Werder?

Die Länderspielpause nutzte Florian Kohfeldt für ein Testspiel gegen Drittligist VfL Osnabrück. Und dabei kamen besonders Werders Reservisten und Edel-Joker zum Zuge.

Sahin gestikuliert auf dem Spielfeld hinter Kruse, der den Ball gerade weggeschossen hat.
65 Minuten war Kapitän Max Kruse (rechts) an Bord – Nuri Sahin blieb bis zum Abpfiff auf dem Rasen. Bild: Imago | Nordphoto

Einer hatte von Florian Kohfeldt eine definitive Einsatzgarantie bekommen: Nuri Sahin. "Nuri wird 90 Minuten zum Einsatz kommen, um sich weiter einzuspielen", versprach der Coach am Donnerstag. Werders Neuzugang von Borussia Dortmund braucht weiterhin Spielpraxis, um sich endgültig in seiner neuen Mannschaft einzufinden. Für Sahin kam die Länderspielpause also zum richtigen Zeitpunkt. Genau wie die Tatsache, dass Philipp Bargfrede als Stamm-Sechser für das Testspiel am Freitagabend gegen den VfL Osnabrück pausieren sollte.

Pizarro hält sich nach der verpassten Torchance die Hand ans Gesicht.
Claudio Pizarro kann selbst nicht fassen, wie knapp sein Schuss am linken Pfosten vorbeischrammte (23. Minute). Bild: Imago | Nordphoto

Und während sich ganz Bremen bereits auf den Freimarkt einstimmt, ging es bei Werders Aufstellung gegen den Tabellenführer der 3. Liga auch frei nach dem Motto: Wer will nochmal, wer hat noch nicht? Oder besser gesagt: Wer ist überhaupt da? 15 Spieler sind auf Länderspielreise, so nutzte Kohfeldt den Test also notgedrungen, um vor allem den Reservisten und Edel-Jokern ein bisschen mehr Spielpraxis zu geben. In der Startelf standen mit Kapitän Max Kruse und Abwehrchef Niklas Moisander nur zwei Stammkräfte, zudem durfte Claudio Pizarro von Beginn an mitmischen. Der 40 Jahre alte Peruaner hielt eine Halbzeit durch und verpasste dabei zwei dicke Torchancen knapp. Moisander ging ebenfalls zur Pause wieder raus, Kruse wurde nach 65 Minuten ausgewechselt.

Möhwald und Osabutey treffen

Doch Pizarro legte zumindest Werders Führungstreffer zum 1:0 für Kevin Möhwald (25. Minute) auf und dem spät eingewechselten U23-Spieler Jonah Osabutey gelang mit einer schönen Kopfballbogenlampe der 2:1-Siegtreffer (70. Minute) für die Bremer. Die Osnabrücker waren zwischenzeitlich durch Bashkim Renneke (52. Minute) vor 3.984 Zuschauern zum Ausgleich gekommen. Werder ließ einige Torchancen liegen, doch auch die Gastgeber kamen im Stadion an der Bremer Brücke ein ums andere Mal gefährlich vor den Kasten von Keeper Jaroslav Drobny. Durch die vielen Auswechslungen wurde die Partie in der zweiten Halbzeit zunehmend zerfahrener, doch die Bremer brachten am Ende mit der größeren Erfahrung den nicht unverdienten 2:1-Sieg über die Ziellinie.

Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Wir hatten eine sehr gute Staffelung, Passqualität und viele Torchancen aus dem Spiel heraus. Nach der Pause haben wir den Rhythmus etwas verloren und mehr Fehler gemacht. Aber das ist kein Vorwurf an die Jungs, wir haben viel gewechselt und ausprobiert. Die Jungs haben jetzt drei Tage frei, bekommen aber einen individuellen Plan für ihr langes Wochenende.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 12. Oktober 2018, 16 Uhr