Werder besucht Botschaft in Südafrika – wegen eines Turniers vor 30 Jahren

Am Donnerstagabend waren die Werder-Verantwortlichen bei Botschafter Martin Schäfer geladen. Der kennt Klubchef Klaus Filbry von einem Fußballturnier in Münster.

Der deutsche Botschafter Südafrikas, Martin Schäfer.

Nicht alles funktioniert bei Werders Trainingslager so wie geplant. Ein vom Regen geschädigter Trainingsplatz und vermeintlich unterklassige Testspielgegner sorgten in den letzten Tagen für Diskussionen rund um das Reiseziel Südafrika. Doch was für Donnerstagabend im Terminkalender stand, wäre an anderen Standorten wahrscheinlich nicht möglich gewesen: Ein Besuch in der deutschen Botschaft.

Botschafter Martin Schäfer wurde nämlich in Bremen geboren und wuchs in Achim auf. "Ich bin sozusagen einer, der das Werderfantum mit der Muttermilch aufgesogen hat", sagt der Diplomat. Als er mitbekam, dass Werder sein Wintertrainingslager in Südafrika plante, nahm er den Kontakt zu den Verantwortlichen des Klubs auf. Während des Telefonats mit Werder-Vereinschef Klaus Filbry fiel den beiden auf, dass sie sich bereits kannten.

"Wir haben vor – ich glaube – 30 Jahren mal gegeneinander Fußball gespielt", erklärt Filbry, der sich noch an das Aufeinandertreffen mit Schäfer erinnert. "Er hat damals das Spiel gewonnen, ich bin zum besten Spieler des Turniers gewählt worden." Eine Win-Win-Situation sozusagen.

Ob das Trainingslager in Südafrika sich auch so entwickelt, bleibt offen. Botschafter Schäfer ist sich sicher, dass Werders Besuch die Beliebtheit des deutschen Fußballs auf dem afrikanischen Kontinent gesteigert hat. Doch ob die Bremer auch sportlich von dem Trainingslager profitieren, bleibt abzuwarten. Am Freitag spielte Werder im Testspiel gegen die Bidvest Wits 2:2. Die Wits sind zwar Tabellenführer der südafrikanischen Premier Division – dort herrscht jedoch ein deutlich niedrigeres Niveau als in der Bundesliga. Rückschlüsse auf die Form von Werder bleiben also schwierig.

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  • Yannick Lemke

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 11. Januar 2019, 18:06 Uhr.