Warum Davie Selke seine Zukunft in Bremen sieht

Nach Ansicht des Werder-Stürmers könnte die lange Corona-Pause ein Vorteil für sein Team sein. Für die Schlussphase der Saison, hofft er auf "eine positive Serie".

Davie Selke streckt seinen linken Daumen in die Höhe
Blickt dem Rest der Spielzeit frohen Mutes entgegen: Werder-Angreifer Davie Selke. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Sollte die Bundesliga Anfang Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen, heißt es für Werder: Abstiegskampf. Zehn Spiele bleiben den Bremern, um den Sprung auf den Relegationsplatz zu schaffen. Werder-Coach Florian Kohfeldt hat vor kurzem betont, dass er die Corona-Pause auch als Chance betrachtet. Denn bei einer Fortsetzung der Saison falle die "Negativspirale" weg, in der sich sein Team zuletzt befunden habe. Davie Selke, der aktuell im Parkhotel wohnt, sieht es ähnlich: "Wir kamen nicht aus der besten Phase vor der Pause und wollen jetzt alles daran setzen, das als Vorteil für uns zu nutzen", sagte Selke im RTL-Nitro-Podcast „100% Bundesliga“.

Kaufpflicht gilt nur bei Klassenerhalt

Falls der Ball wieder rollt, sei es das Ziel der Mannschaft, "eine positive Serie" zu starten. Die Aussicht, die entscheidenden Partien der Saison womöglich vor leeren Rängen auszutragen, bewertet der 25-Jährige hingegen alles andere als optimal – zumindest, was die Heimspiele betrifft.

Werder Bremen lebt vom Support, den wir hier im Weser-Stadion haben. Der ist meiner Meinung nach einmalig und trägt uns auch teilweise.

Davie Selke, Werder-Angreifer
Davie Selke setzt sich im Zweikampf gegen einen Union-Spieler durch und tritt gegen den Ball.
Seit seiner Rückkehr nach Bremen ist Davie Selke in der Bundesliga noch ohne Tor für Werder. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Zu seiner eigenen sportlichen Zukunft gefragt, äußerte sich Selke wie gewohnt eher ausweichend. "Es steht aktuell hinten an und es gab in der Hinsicht auch keinen Kontakt", so Selke. Fakt ist, dass Werder ihn für anderthalb Jahre von Hertha BSC Berlin ausgeliehen hat, sein Vertrag also bis Sommer 2021 läuft. Sollte der Verein nach der kommenden Spielzeit erstklassig bleiben, greift eine Kaufpflicht, die im zweistelligen Millionenbereich liegen soll. Falls die Grün-Weißen in dieser Saison absteigen, ist die Kaufpflicht deshalb hinfällig.

Soweit bekannt, gilt Selkes jetziger Kontrakt aber ligaunabhängig. Sprich: Nach jetzigem Stand läuft der 25-Jährige auch in der zweiten Liga für Werder auf und hilft dabei, sein Team zurück ins Fußball-Oberhaus zu schießen. Gegenteiliges war von Vereinsseite jedenfalls nicht zu hören. Sein aktueller Wunsch sei jedenfalls klar, sagte Selke: "Wenn man mich jetzt fragen würde, würde ich sehr gerne in Bremen bleiben – und mit Bremen in der ersten Liga bleiben."

Pizarro wartet auf ein Angebot von Werder

Video vom 14. April 2020
Claudio Pizarro beim Schuss während des Trainings.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Mehr zum Thema

Autor

  • Helge Hommers

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 16. April 2020, 23:15 Uhr