Trägt die Euphorie Werder jetzt bis in die Bundesliga?

Werder-Spieler bejubeln den Sieg gegen Schalke.
Der klare 4:0-Sieg gegen Schalke verleiht Werder viel Auftrieb.

Werder besiegt Schalke im Spitzenspiel der 2. Liga

Bild: Imago | Uwe Kraft

Für Marvin Ducksch war das 4:1 gegen Schalke "ein Statement " und Mitchell Weiser fand es "überragend". In den letzten drei Spielen wollen die Bremer nichts mehr anbrennen lassen.

Es war ein Spiel, auf das das gesamte Land geschaut hat, vor dem für Werder die Vorzeichen allerdings nicht besonders gut standen. Dreimal in Folge hatten die Bremer zuvor nur Unentschieden gespielt. Zudem mussten sie im Topspiel gegen Schalke 04 gleich auf mehrere Leistungsträger in der Defensive verzichten. Ganz anders hingegen sah es bei den Königsblauen aus, die die fünf Spiele zuvor unter ihrem neuen Trainer Mike Büskens allesamt gewonnen hatten.

Wie herzlich egal all dies war, zeigte der Spielstand jedoch bereits nach 26 Minuten. Mit 2:0 führten die Bremer da bereits. Am Ende stand es 4:1. Eine Demontage für die Schalker, ein riesiger Erfolg für Werder. “Das war eine überragende Leistung“, sagte Mitchell Weiser nach dem Spiel bei “Sky“. Für Niclas Füllkrug war "die eiskalte Chancenverwertung“ der Schlüssel zum Sieg. Diese habe dem Team in den vergangenen Wochen ein wenig gefehlt. Der Erfolg im Topspiel war für ihn nicht nur "ein wichtiger Sieg", sondern auch "ein Zeichen". In diese Kerbe schlug auch sein Sturmpartner Marvin Ducksch.

Ich glaube, das war ein Statement. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Dass es dann so hoch ist, spricht für unsere Qualität. Jetzt gilt es, die letzten drei Spiele den Platz zu verteidigen und da oben zu bleiben.

Marvin Ducksch im ARD-Interview

Werner will die gute Ausgangsposition nutzen

Nach diesen drei Spielen könnten die Bremer den erhofften Wiederaufstieg feiern. Dass es noch schiefgeht, mag sich nach dem Ausrufezeichen gegen Schalke kaum einer vorstellen. Zumal das Restprogramm mit dem Heimspiel gegen Holstein Kiel am Freitag (18:30 Uhr), der Auswärtspartie bei Erzgebirge Aue (8. Mai, 13:30 Uhr) und dem Heimspiel gegen Jahn Regensburg (15. Mai, 15:30 Uhr) durchaus machbar ist.

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Der wichtigste Aspekt des Spieltages ist aus Werder-Sicht, dass das Team weiterhin alles selbst in der Hand hat. Im Falle einer Niederlage wäre klar gewesen, dass die Bremer auf den dritten Platz zurückgefallen wären, da am Abend noch der FC St. Pauli und Darmstadt 98 gegeneinander spielen. Entsprechend froh war nach dem Abpfiff im ARD-Interview Cheftrainer Ole Werner. Wie Ducksch will auch er im Aufstiegsrennen die Pole-Position in den kommenden Wochen nicht mehr hergeben.

Wir haben uns das Ziel gesetzt, mit einer sehr guten Ausgangsposition, die uns alle Möglichkeiten lässt, in die letzten drei Spiele zu gehen. Jetzt gilt es, diese Ausgangsposition zu nutzen.

Ole Werner im ARD-Interview

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Nachmittag, 23. April 2022, 15:20 Uhr