Kohfeldt möchte Sahin unbedingt behalten

Der Vertrag von Nuri Sahin läuft im Sommer aus. Werder-Trainer Kohfeldt will mit seinem Routinier gerne weitermachen, betonte er jetzt. Nun ist Sahin am Zug.

Nuri Sahin lacht herzlich am Rande des Werder-Trainings.
Hat gut lachen: Nuri Sahin ist in für Werder-Coach Kohfeldt nicht nur ein wichtiger Vertrauter, er ist auch Stammspieler geworden. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Als Nuri Sahin im Sommer 2018 seine große Liebe Dortmund verließ und kurz vor Ladenschluss nach Bremen wechselte, da war das ein echter Coup für Werder. Sahin war ein Spieler, der wusste, wie es ist, um die großen Titel mitzuspielen, der den Erfolg kannte. Ein Spieler mit großer Erfahrung und feiner Technik, der für die Borussia nicht mehr erste Wahl war. Für Werder aber wurde Sahin zu einer Chance, die man sich nicht entgehen lassen konnte – obwohl für den inzwischen 31 Jahre alten Mittelfeld-Regisseur eigentlich gar kein Platz da war.

Nuri Sahin am Rande des Trainings im Gespräch mit Trainer Florian Kohfeldt.
Wichtiger Ansprechpartner für Trainer Kohfeldt (links): Nuri Sahin mit seiner Erfahrung aus 249 Bundesligaspielen. Bild: Imago

Philipp Bargfrede hatte seinen Stammplatz als Sechser, Maximilian Eggestein besetzte den Achter. Und so blieben Sahins Einsätze erst einmal sporadisch. Doch Trainer Florian Kohfeldt betonte vom ersten Tag an, wie enorm wichtig Sahin für seine Mannschaft sei. Auf dem Platz, aber besonders in der Kabine. Mitunter durfte der Ex-Borusse sogar in der Kabine die Ansprache vor dem Spiel übernehmen.

Sahin blieb geduldig, auch als er von einigen Blessuren aus dem Rhythmus gebracht wurde. Es lohnte sich, seit dieser Saison ist er Stammspieler. Und für Kohfeldt ein wichtiger Faktor in seiner Mannschaft, den er unbedingt über den Sommer hinaus behalten will, wenn der Vertrag mit Sahin ausläuft.

Die sportliche Wertschätzung für Nuri ist sehr hoch. Es ist so, wie Frank (Baumann, Anm. d. Red.) es gesagt hat: Wir werden da jetzt die Gespräche aufnehmen. Dann kommt es darauf an, was Nuri sich vorstellt und wie wir es uns vorstellen. Dass wir sehr, sehr gerne mit ihm weiterarbeiten würden, steht für mich außer Frage.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt in der "Bild"-Zeitung

Duell mit Bargfrede um die Sechs

Dass Sahin zu einer festen Größe in Werders Startelf wurde, liegt zum Teil auch daran, dass Bargfrede verletzt war. Nun ist der robuste Abräumer vor der Abwehr jedoch wieder da und es wird sich zeigen, wie sich der Kampf um die Sechser-Position entwickelt. Das dürfte in Sahins Zukunftsplanung sicherlich hineinspielen, bisher hat er sich noch nicht weiter zu einer Vertragsverlängerung geäußert. Nur, dass er sich wohl bis zum Frühjahr Zeit lassen werde. Sahin hat keine Eile, im Sommer wäre er ablösefrei und kann in Ruhe abwarten, welche Rolle er dann in Bremen spielt.

Wenn er sich sportlich nicht wohlfühlen würde, müsste er ein sehr guter Schauspieler sein. Er ist natürlich in einer Phase seiner Karriere, wo viele Facetten eine Rolle spielen. Deshalb will ich dem nicht vorgreifen. Wir werden die Gespräche angehen und dann muss Nuri zum geeigneten Zeitpunkt etwas dazu sagen.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt in der "Bild"-Zeitung

Sahin hat "noch einige Jahre im Köcher"

Sahin entspannt bei einem Pressegespräch im Trainingslager.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autorin

  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 30. Juli 2019, 18:06 Uhr