Sahin sieht Corona-Krise als Hilfe in der Werder-Krise

Vor der Zwangspause steckte Werder Bremen im sportlichen Tief. Nuri Sahin glaubt jedoch, dass die Corona-Krise mental für die Mannschaft eine Chance sein kann.

Nuri Sahin im Werder-Trikot auf dem Weg zum Trainingsplatz vor dem Weser-Stadion.
Sieht das Positive in der Krise: Nuri Sahin ist zuversichtlich, dass Werder die sportliche Wende noch schaffen kann. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Aus Sicht von Nuri Sahin kann die Zwangspause wegen der Corona-Krise für den Tabellenvorletzten der Fußball-Bundesliga auch eine Chance sein. "Jetzt fängt im Kopf alles wieder bei Null an – und keiner denkt an die sportliche Krise, sondern an die Krise, die die ganze Welt beschäftigt. Das kann auch von Vorteil sein", sagte der 31-jährige Werder-Profi einem gemeinsamen Podcast des "Kicker" und von DAZN.

"Ein abruptes Stoppschild"

Unmittelbar vor der Coronavirus-Pandemie hat Sahin bei den Bremern allerdings auch eine kleine Trendwende ausgemacht. "In den letzten Wochen, wo alles noch normal war, hatte man das Gefühl, dass die Trainingsqualität steigt", sagte er. "Da war ich auch ein bisschen zuversichtlich, dass vielleicht ein kleiner Lauf kommt. Und jetzt hast du ein abruptes Stoppschild hingestellt bekommen."

Ein Grund für die prekäre Situation der Bremer sei das große Verletzungspech. "Ich suche nicht nach Ausreden, aber unser Verletzungspech sucht seinesgleichen", sagte Sahin. "In 15, 16 Jahren Profi-Karriere habe ich sowas nicht erlebt. Wir hatten zwölf, 13 Verletzte, die gefühlt immer einen Monat raus waren. Das hat uns schon aus der Bahn geworfen."

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Video vom 5. April 2020
Der Besitzer der Kneipe "EISEN" Fernando Guerrero putzt ein eingerahmtes Werder-Trikot.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 7. April 2020, 23:30 Uhr