Finaltraum geplatzt: Werder unterliegt Leipzig in der Verlängerung

Die Grün-Weißen verpassen die Sensation und verlieren gegen die Sachsen im Pokal-Halbfinale mit 1:2. Bitter: Die Entscheidung fiel erst in der letzten Minute der Verlängerung.

Video vom 1. Mai 2021
Werder kassiert ein Tor durch Emil Forsberg.
Bild: Imago | Picture Point LE
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Enttäuschung an der Weser: Nach einer starken Leistung hat Werder im Halbfinale des DFB-Pokals am Freitagabend gegen RB Leipzig das Nachsehen. Die Bremer verloren im Weser-Stadion mit 1:2 (1:1, 0:0, 0:0) nach Verlängerung und schieden somit aus dem Wettbewerb aus.

Trotz der Niederlage dürfte Florian Kohfeldt nach der engagierten Leistung seiner Mannschaft an der Weser weiterarbeiten. Für den 38-Jährigen war das schwierige Duell nach sieben Liga-Niederlagen in Serie zum Endspiel um seinen Job ausgerufen worden.

Siegtreffer fällt erst in der Verlängerung

Die Treffer der Joker Hee-Chan Hwang (93. Minute) und Emil Forsberg (120.+1) bescherten dem Favoriten den umjubelten Erfolg. Leonardo Bittencourt (105.+1) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. "Das ist fantastisch. Wir haben nicht gedacht, dass es so spannend wird. Es war ein Abnutzungskampf", sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff in der ARD.

Werders Spieler bejubeln den Ausgleichstreffer.
Da war die Werder-Welt noch in Ordnung: Die Bremer bejubeln den Ausgleichstreffer von Leonardo Bittencourt (Mitte). Bild: Nordphoto

Leipzig gelang es gegen starke Bremer anfangs kaum, das spielerische Vermögen in Chancen umzumünzen. Ein gefährlicher Kopfball von Alexander Sörloth, stark pariert von Jiri Pavlenka, bildete die Ausnahme (4. Minute). Die Großchance zur Führung in der 29. Minute hatte dann aber Werders US-Amerikaner Josh Sargent. Nach einem langen Ball setzte sich der 21-Jährige stark gegen Dayot Upamecano durch, schoss den Ball aber unbedrängt am Tor vorbei. Glück für RB. Werder war jetzt drin und bekam kurz vor der Halbzeit von Schiedsrichter Manuel Gräfe einen Foulelfmeter zugesprochen, den er jedoch nach Ansicht der Fernsehbilder zurücknahm. Davie Selke hatte im Zweikampf mit Nordi Mukiele aktiv eingefädelt. Mit der kniffligen, aber korrekten Entscheidung ging es in die Pause.

Packender Pokalfight

Leipzig kam stärker aus der Kabine und erhöhte die Intensität und das Tempo in den Kombinationen. Die Bremer stemmten sich dagegen, doch RB wurde zwingender. Nach einer Ecke setzte Verteidiger Willi Orban einen Kopfball an die Latte, danach rettete Werders Jean-Manuel Mbom mit großem Einsatz (66.). Das Duell entwickelte sich mit Anbruch der Schlussphase zu einem packenden Pokalfight, in dem beide Teams auf den Lucky Punch hofften. Der eingewechselte Christopher Nkunku traf für Leipzig aber nur den Pfosten (78.), in der Nachspielzeit vergab Joker Yussuf Poulsen doppelt. Kohfeldt machte sein Team in der Pause zur Verlängerung noch einmal lautstark heiß, doch dann schlug der Favorit eiskalt zu. Nach einem Fehler von Upamecano glich Werder aus, Forsberg setzte nach Vorarbeit von Hwang den Schlusspunkt für Leipzig.

So bereitet sich Werder auf das Halbfinale gegen RB Leipzig vor

Video vom 30. April 2021
Zu sehen ist das Weser-Stadion von innen in der Perspektive auf der Höhe einer Eckfahne. Es ist dunkel und das leere Stadio durch das Flutlicht hell erleuchtet.
Bild: Imago | Nordphoto
Bild: Imago | Nordphoto

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 30. April 2021, 18:06 Uhr