Nach Rassismus-Vorfall bei Werder: Polizei sucht 2 Verdächtige

Blick auf ein Banner auf den leeren Sitzen der Tribüne im Weser-Stadion mit der Aufschrift: "Geh
Bild: Imago | Poolfoto

Die Bremer Polizei sucht zwei Männer, die Freitagnacht im Stadtteil Walle einen Werder-Mitarbeiter rassistisch beleidigt und körperlich angegangen haben sollen.

Nach dem Vorfall eines rassistisch beleidigten Mitarbeiters von Werder Bremen sucht die Polizei zwei Verdächtige. Die beiden Männer sollen den 31-Jährigen in der Nacht von Freitag auf Samstag im Bremer Stadtteil Walle körperlich angegangen und mit dem sogenannten N-Wort bezeichnet haben, wie die Polizei am Mittwoch auf dpa-Anfrage mitteilte.

Mit diesem Begriff wird heute eine früher gebräuchliche rassistische Bezeichnung für Schwarze umschrieben. Bei den Attacken soll der Mann zwar nicht geschlagen, aber laut eigener Aussage angerempelt worden sein. Der Mann stellte daraufhin bei der Bremer Polizei eine Strafanzeige wegen verhetzender Beleidigung.

"Rassismus ist ein reales Problem"

Der Mitarbeiter sei wegen seiner Hautfarbe beleidigt, verfolgt und körperlich attackiert worden, hatte der Verein am Dienstag mitgeteilt. Die Grün-Weißen verurteilten den Übergriff "aufs Schärfste".

"Uns allen muss nicht zuletzt durch diesen schockierenden Vorfall bewusst sein, dass Rassismus nach wie vor ein reales Problem darstellt – nicht irgendwo, sondern hier in Bremen, hier im Umfeld des SV Werder", sagte Präsident Hubertus Hess-Grunewald. Werder setzt sich mit Aktionen immer wieder für ein entschiedenes Handeln gegen Diskriminierung, Intoleranz und Rassismus ein.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 10. Mai 2022, 23:30 Uhr