Rashica-Transfer zu Leverkusen nur aufgeschoben? Werder schweigt

Der Wechsel des 24-Jährigen soll laut "Sport-Bild" im Januar so gut wie fix sein. Für die Bremer Verantwortlichen ist das Transfer-Theater hingegen erst einmal beendet.

Milot Rashica auf dem Weg zum Training.
Hat eine turbulente Transfer-Phase hinter sich: Werder-Stürmer Milot Rashica. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

RB Leipzig, Aston Villa, Bayer Leverkusen: Über Wochen, wenn nicht sogar Monate, war nicht die Frage, ob Milot Rashica Werder verlässt, sondern wohin. Am Deadline-Day, dem letzten Transfertag dieses Jahres, fiel Rashicas Wahl auf Leverkusen. Dass sich der Transfer in letzter Minute zerschlug, ließ den 24-Jährigen mit großer Enttäuschung zurück. Laut der "Sport-Bild" ist der Wechsel aber nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Die Sportzeitschrift meldet in ihrer Mittwochs-Ausgabe, dass der Rashica-Transfer im Januar, wenn das Transferfenster wieder öffnet, vollzogen werden soll.

Werder wollte sich auf Anfrage von "buten un binnen" nicht zu der Meldung äußern. Vielmehr gilt, was Werder-Scoutingchef Clemens Fritz am Rande der Trainingseinheit am Dienstag mitteilte: "Es war lange ein Thema, und wir sollten das Kapitel jetzt abschließen", so der Ehrenspielführer. Auf das nächste Transferfenster angesprochen sagte Fritz: "Was im Winter ist, darüber können wir sprechen, wenn es soweit ist." Fakt ist, dass die Bremer ihren vermutlich wertvollsten Spieler hätten gehen lassen, sofern der Preis gestimmt hätte. Medienberichten zufolge hatte Werder sich mit Bayer bereits auf eine Leihe mit anschließender Kaufverpflichtung geeinigt. Nur über die Zahl der Einsätze, ab der die Verpflichtung gegriffen hätte, waren die Vereine sich offenbar zu lange uneins, bis es zu spät für den Transfer war.

Bayer-Trainer Bosz ist Rashicas Entdecker

Was ebenfalls für den Wechsel im Januar spricht: Laut "Sport-Bild" hatte der Kosovare schon einen Fünfjahres-Vertrag bei der Werkself unterschrieben. Bei Bayer würde Rashica auf seinen Ex-Trainer Peter Bosz treffen, der dem 24-Jährigen in seiner Zeit bei Vitesse Arnheim zu seinem Profi-Debüt verhalf. Zudem verfügt der Europa-League-Teilnehmer nach den millionenschweren Abgängen von Kevin Volland und Kai Havertz trotz Corona-Pandemie über das nötige Kleingeld, um den Transfer zu stemmen. Werder hingegen ist dringend auf Einnahmen in Millionenhöhe angewiesen. Eine Summe, die im kommenden Jahr mit ein wenig Verspätung nach Bremen fließen könnte.

Nach geplatztem Wechsel: Rashica zurück beim Werder-Training

Video vom 13. Oktober 2020
Milot Rashica strahlt am Rande des Trainings im Gespräch mit Ömer Toprak.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 13. Oktober 2020, 18:06 Uhr