Auch das noch: Marktwert von Werders Rashica weiter im Sturzflug

Werders Finanzen sind im Rekordminus, die Einnahmen bleiben durch Corona mickrig und nun verliert noch der teuerste Spieler Milot Rashica immer weiter an Wert.

Milot Rashica schaut etwas ernst auf dem Weg zum Trainingsplatz.
Es läuft noch nicht wieder rund für Milot Rashica bei Werder – nach seiner Verletzung kam der Flügelstürmer erst zu vier Kurzeinsätzen. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Es klang fast ein wenig mitleidig, aber der Satz, den Frank Baumann vor einer Woche im Interview mit Bremen Eins äußerte, brachte Werders trübe finanzielle Situation ganz nüchtern auf den Punkt: "Uns hilft gerade jeder Euro." Und jetzt verliert auch noch Milot Rashica – sein Verkauf im Sommer ist fest eingeplant – immer mehr an Wert.

Im vergangenen Sommer wollte Werder gerne 35 Millionen Euro für den flinken Kosovaren haben, doch keiner wollte so viel für den 24-Jährigen bezahlen. Seither stürzte Rashicas Marktwert ab, zuletzt lag er noch bei 18 Millionen Euro, inzwischen wurde er vom Internetportal "Transfermarkt.de" auf zwölf Millionen Euro abgewertet. So schlecht stand Rashica in dieser Bewertung seit Sommer 2019 nicht mehr da. Dabei wäre es so wichtig für Werder, potentiell hohe Einnahmen mit einem Verkauf von Rashica zu generieren.

Von der "Bild"-Zeitung wird ein Rekordminus von 23,7 Millionen Euro in Werders Jahresbilanz kolportiert, anderthalb Millionen Euro gehen bei jedem Heimspiel ohne Zuschauer flöten – der einzige Lichtblick sind die 2,5 Millionen Euro an Prämien aus dem DFB-Pokal. Doch angesichts der Ablösesumme, die Sportchef Baumann im Sommer in zweistelliger Millionenhöhe für Davie Selke an Hertha BSC überweisen muss, schmelzen auch diese Prämien rasant dahin.

Rashicas Marktwert auf zwölf Millionen Euro abgestürzt

Werders Finanznot ist groß, umso wichtiger wäre es, dass zumindest ihr Goldesel im Stall im Sommer möglichst viele Dukaten einbringt – doch das Gegenteil ist der Fall. Milot Rashica, der bei den Bremern den Spitznamen "Rakete" trägt, befindet sich marktwertmäßig weiter im Sturzflug, liegt derzeit laut des Internetportals "Transfermarkt.de" bei zwölf Millionen Euro. Und das hat seinen Grund.

Durch überragende Leistungen ist Rashica auch schon lange nicht mehr bei Werder aufgefallen, in der Rückrunde der vergangenen Saison war er abgetaucht. Und in dieser Spielzeit kam er nach den Enttäuschungen über den geplatzten Wechsel lange nicht in Tritt, verletzte sich dann am Oberschenkel. Nun deutete Rashica mit vier Kurzeinsätzen zumindest einen ersten Aufwärtstrend an, doch die "Rakete" muss noch deutlich mehr durchstarten, um den Marktwert bis zum Sommer wieder hochzutreiben und das Interesse potenter Klubs zu wecken.

So verlief der Deadline-Day bei Werder

Video vom 1. Februar 2021
Milot Rashica auf dem Weg zum Weser-Stadion.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 26. November 2020, 18:06 Uhr