Werder igelt sich ein – So sieht der Quarantäne-Plan der Bremer aus

Die Bremer bereiten sich im niedersächsischen Barsinghausen in einer Sportschule auf das Saison-Finale vor. Der Grund: Werder möchte Fehler aus dem Vorjahr vermeiden.

Die Werder-Spieler laufen vom Weser-Stadion zum Trainingsgelände.
Ab Mittwoch müssen sich Werders Spieler und Betreuer in Quaränte begeben. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

In der Bundesliga steht das Saisonfinale vor der Tür. Damit es im Endspurt der aktuellen Spielzeit zu keinen Verschiebungen oder Absagen von Partien kommt, begeben sich die Teams für die letzten beiden Spieltage in Quarantäne. Ab Mittwoch igeln sich daher auch die Bremer ein, um sich optimal auf den Kampf um den Klassenerhalt vorzubereiten – und das unter anderen Bedingungen, als es noch im Vorjahr der Fall war.

Aus Augsburg nach Barsinghausen

Die ersten zweieinhalb Tage der Team-Quarantäne verbringen die Grün-Weißen noch im Bremer Parkhotel. Also dort, wo Werder auch für gewöhnlich absteigt. Am Freitag, 14. Mai, reist der Tross dann nach Augsburg, wo die Bremer tags darauf um 15:30 Uhr auf einen ihrer Abstiegskonkurrenten treffen. Im Anschluss machen sich die Bremer schnell wieder auf den Weg gen Norden. Nicht allerdings direkt in die Heimat, sondern nach Barsinghausen. In der rund 25 Kilometer westlich von Hannover gelegenen Stadt quartiert sich die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt in einer Sportschule ein. Zum "Kurztrainingslager", wie Werder-Geschäftsführer Frank Baumann am Donnerstag in einer Pressekonferenz erklärte.

Für uns war es wichtig, auch noch mal rauszukommen und trotzdem Rhamenbedingungen zu haben, in denen wir uns aufgrund der aktuellen Situation auch gut vorbereiten können.

Werder-Geschäftsführer Frank Baumann am Donnerstag in einer Pressekonferenz

Location-Wechsel vor dem Abstiegs-Endspiel

Blick aus der Vogelperspektive auf die Sportschule Barsinghausen.
Nach dem Augsburg-Spiel begibt sich der Werder-Tross in der Sportschule Barsinghausen in Quarantäne. Bild: Imago | Matthias Koch

Von Barsinghausen aus fahren die Bremer dann zum finalen Spieltag nach Bremen, wo sie auf Borussia Mönchengladbach treffen (22. Mai, 15:30 Uhr). "Dieser Wechsel aus einer anderen Location in unsere gewohnte Umgebung ist ein wichtiger Punkt, um die Wichtigkeit des Spiels noch einmal herauszustellen", betonte Baumann. Schließlich verschaffe die Fahrt zum womöglichen Abstiegs-Endspiel im Weser-Stadion den Spielern die Chance, sich auch "vom Kopf her" auf die Partie angemessen vorzubereiten. Denn die Bremer sollen, anders noch als in der vergangenen Saison, auf den Punkt "on Fire" sein.

Im Vorjahr war das nämlich nur bedingt der Fall. Vor dem Re-Start der Bundesliga wenige Monate nach Beginn der Corona-Pandemie im Mai 2020 verbrachten die ebenfalls absteigsgefährdeten Bremer die damalige zweiwöchige Quarantäne im Parkhotel. Ohne Wechsel des Quartiers gingen sie ins Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. Trotz großer Töne, es nun besser machen zu wollen als vor dem Re-Start, verloren die Grün-Weißen deutlich mit 1:4. Oder wie Baumann sagt: "Das hat damals nicht ganz so gut funktioniert." Bleibt also aus Bremer Sicht zu hoffen, dass es im zweiten Corona-Jahr während und nach der Team-Quarantäne besser läuft.

So bekommt Werder die Corona-Sorgen der Liga zu spüren

Video vom 16. April 2021
Werder-Coach Florian Kohfeldt beobachtet mit Händen in den Taschen das Training.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 7. Mai 2021, 18:06 Uhr