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"Durch Werder habe ich es geschafft, den Rollstuhl anzunehmen"

Werder-Fan Katja Ittermann ist seit 15 Jahren auf einen Rollstuhl angewiesen. Ein Besuch im Weser-Stadion half der Bremerin, ihre Mobilitätshilfe als solche zu akzeptieren.

Maximilian Eggestein und Katja Ittermann vor einem grünen Hintergrund
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Pokal-Spiele sind immer etwas Besonderes. Die langjährige Werder-Anhängerin Katja Ittermann erinnert sich aber besonders gut an eine grün-weiße Viertelfinal-Partie, deren Ausgang wohl nur wenige Bremen-Fans noch auf dem Schirm haben: Und zwar den 2:1-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim in der Saison 2009/10. Für Katja war der Pokalabend jedoch das erste Spiel, das die 58-Jährige im Rollstuhl verfolgte.

Ich habe vorher ein Problem gehabt, ihn anzunehmen. Ich habe mich sogar richtig geschämt, wenn ich durchs Viertel gefahren wurde. Dass ich es geschafft habe, den Rollstuhl anzunehmen, ist durch Werder gekommen.

Werder-Fan Katja Ittermann

Stammplatz auf der Nordgeraden

In der neuen Folge des Werder-Podcasts "Grün-weiße Liebe" erzählt die Bremerin, die seit 2006 auf einen Rollstuhl angewiesen ist, wie sie ihre damalige Premieren-Partie erlebt hat. Seither hat Ittermann, die vor knapp vier Jahrzehnten Anhängerin der Grün-Weißen wurde, ihren Stammplatz auf der Nordgeraden des Weser-Stadions. Also immer dort, wo sie einen Platz "zugeschanzt" bekommt, wie sie sagt.

Im Gespräch mit Host Olaf Rathje erklärt sie zudem, wie Menschen mit Beeinträchtigungen die Spiele verfolgen. Und auch, welchen Aufwand sie betreiben, um überhaupt live dabei sein zu können. Verstärkung erhalten die beiden durch einen Überraschungsgast: Werder-Mittelfeldmann Maximilian Eggestein.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 23. März 2021, 18:06 Uhr