Pläne für Werder-Anleihen werden offenbar konkreter

Werder bringt in den nächsten Wochen wohl eine Anleihe auf den Markt. Wie die "Börsen-Zeitung" berichtet, soll es um eine Summe von bis zu 20 Millionen Euro gehen.

Das Weser-Stadion wird von Sonnenlicht angestrahlt
Werder braucht Geld – das soll nun durch Anleihen reinkommen. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Werder Bremen wird in den nächsten Wochen offenbar eine Anleihe auf den Markt bringen. Wie die "Börsen-Zeitung" berichtet, soll es um eine Summe von bis zu 20 Millionen Euro gehen. Sich mit solchen Finanzierungsmodellen zu beschäftigen, hatte Geschäftsführer Klaus Filbry bereits im Februar bestätigt.

Werder wollte sich auf Anfrage des Sportblitz am Mittwoch allerdings dazu nicht äußern. Doch das Prozedere für die Anleihe soll sich bereits auf der Zielgeraden befinden.

Der Weg aus der Verschuldung

Dabei handelt es nicht um eine Fan-Anleihe, sondern um eine Mittelstands-Anleihe, die sich mit attraktiven Zinsen unter anderem an Kreditinstitute und Versicherungen richtet. Mit dem Geld will Werder die Folgen der Corona-Krise abfedern, die den Verein in die Verschuldung gezwungen hat.

Werder hat mit Hilfe einer Bremer Landesbürgschaft Ende 2020 einen Kredit in Höhe von 20 Millionen Euro aufgenommen. Finanzchef Klaus Filbry hatte die Mindereinnahmen im Zeitraum seit Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr bis zum Saisonende auf 40 Millionen Euro geschätzt. Die vergangene Saison brachte dem Verein ein Rekord-Minus von 23,71 Millionen Euro ein, zudem brach auch der Umsatz ein und das Eigenkapital steht im zweistelligen Millionen-Minus.

Werders Finanzkrise: 40 Millionen Euro weniger Einnahmen

Video vom 22. Februar 2021
Grüne Sitzreihen auf der Tribüne des Weser-Stadions, die mit rot-weißem Absperrband umwickelt sind.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Rundschau am Morgen, 17. März 2021, 7 Uhr