Unsere Top 3 aus der Werder-PK

Von der Personalie Pizarro über Neuzugang Belfodil bis hin zu Schiedsrichterin Steinhaus war thematisch alles dabei. Und ja: ums Hertha-Spiel ging's auch noch.

Werder-PK durch Kamera-Objektiv betrachtet.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

1 Thema des Tages

Können die Bremer in Berlin die ersten Saison-Punkte holen? Konnte man gegen Hoffenheim und Hertha noch auf die hohe Klasse der Gegner verweisen, dürfte dieses Argument nach dem Spiel in Berlin nicht mehr fruchten. Im Vergleich zu den Erstgenannten sind die Berliner eher ein Team auf Augenhöhe. In der vergangenen Spielzeit glückte Werder in Berlin der erste "Zu-Null-Sieg" der Saison. Überhaupt können die Bremer auf eine erfolgreiche Serie im Duell gegen Hertha zurückblicken: seit sieben Spielen sind sie ungeschlagen. Die Historie will Nouri allerdings nicht bemühen. "Wir fahren ambitioniert nach Berlin. Aber es wird eine schwierige Aufgabe. Hertha ist sehr heimstark und hat sich nochmals verstärkt", so der Trainer.

2 Personalie des Tages

Nach zwei Spieltagen steht Werder nicht nur punkt-, sondern auch torlos da. Für die ersten Zähler der Saison ist ein Treffer zwingend notwendig. Kann Stürmer-Neuzugang Ishak Belfodil die Torflaute beenden? Nouri geht davon aus, dass es der Algerier in den Kader schafft. Ob er auch schon auf dem Platz zum Einsatz kommen könnte, ließ Nouri offen. "Er hat einen guten Eindruck in den ersten Tagen vermitteln können. Jetzt müssen wir erstmal gucken, dass er hier vernünftig ankommt und seine Mitspieler kennenlernt", so Nouri, der zudem von der Flexibilität seines neuen Schützlings schwärmte.

3 Zitat des Tages

Außerdem sind wir das ja von zu Hause gewohnt, dass wir nach der Pfeife tanzen. Welcher Mann nicht?

Alexander Nouri auf Maxi Eggesteins Aussage, dass es völlig egal sei, ob ein Mann oder eine Frau ein Spiel pfeife.

Unser Fazit

Die Personalie Pizarro wollten die Werder-Verantwortlichen gleich zu Beginn und auch relativ zügig abhaken. Vielleicht um ein unangenehmes Thema vom Tisch zu bekommen, vielleicht um sich nun vollkommen auf das Sportliche konzentrieren zu können. Und sportlich wurde es dann auch noch auf der Pressekonferenz. Zuversichtlich wollen sie nach Berlin fahren. Auf große Ansagen verzichteten die Werder-Verantwortlichen allerdings. Überhaupt wirkte die Runde heute insgesamt relativ still und verhalten. Ob da eventuell doch die Angst vor einem Fehlstart mitschwingt? "Die Ergebnisse waren nicht befriedigend. Aber die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, macht mich optimistisch", sagte Nouri. Entschlossenheit und breite Brust klingen anders.

  • Silke Boos

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 7. September 2017, 18:06 Uhr