Pizarro muss um seinen Rekord zittern

Ein Tor fehlt Claudio Pizarro noch, dann ist er der älteste Torschütze der Bundesliga-Historie. Doch eine andere Bestmarke könnte er schon bald verlieren.

Claudio Pizarro läuft über den Rasen und hält eine Wasserflasche in der Hand.
Heute Abend dürfte Claudio Pizarro gespannt das Spiel des FC Bayern in Augsburg schauen. Schließlich könnte Robert Lewandowski seine Rekordmarke knacken. Bild: Imago | Noah Wedel

Seit Wochen warten Werderfans auf den nächsten Bundesligatreffer von Claudio Pizarro. Einen Treffer, der für die Werder-Legende ein ganz besonderer wäre. Schließlich würde der 40-Jährige durch sein 107. Bundesliga-Tor für die Bremer Mirko Votava als ältesten Torschützen der Bundesliga-Geschichte ablösen.

Claudio Pizarro schießt ein Tor in Mainz.
Bei der 1:2-Niederlage in Mainz am 10. Spieltag traf Pizarro zuletzt für Werder in der Bundesliga. Bild: Imago | Thomas Frey

Einen anderen Rekord dürfte der Peruaner allerdings in Kürze verlieren: Noch ist Pizarro mit 194 Treffern der erfolgsreichste ausländische Torjäger der Bundesliga-Historie. Bayerns Robert Lewandowski ist ihm allerdings auf den Fersen und hat bereits 193 Mal getroffen.

Am Freitagabend könnte der Pole beim Auswärtsspiel des Rekordmeisters mit Werders Fanliebling gleichziehen. Trifft Lewandowski doppelt, wäre er ab sofort der alleinige Rekordhalter.

Bleibt Pizarro noch ein Jahr?

Niemand zweifelt daran, dass sich Lewandowski diese Rekordmarke zeitnah sichern wird. Die bayerische Tormaschine ist schließlich zehn Jahre jünger als Pizarro. "Ich weiß, dass er nah dran ist. Da muss ich vielleicht noch etwas länger spielen", flachste Pizarro bereits im November in einem Interview mit dem Internetportal der Telekom. Immerhin 13 Spiele hat der Peruaner noch in dieser Saison, um Votava abzulösen. Im Sommer endet dann sein Vertrag an der Weser. Eine erneute Verlängerung ist allerdings nicht ausgeschlossen.

Wenn Claudio das Gefühl und den Wunsch hat, dass er weitermachen möchte, dann werden wir darüber reden. Für mich ist ganz wichtig, dass es den richtigen Moment für ihn gibt. Ich glaube an so was, da mag man mich auch als naiv bezeichnen. Mit so einer Karriere kannst du nicht einfach durch die Hintertür weg.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt vor dem Hertha-Spiel

Ein Abschied durch die Hintertür wäre ein Karriereende mit neuer Rekordmarke gewiss nicht. Doch aktuell scheint wenig dagegen zu sprechen, dass Pizarro im Fall der Fälle seine mögliche Bestmarke noch ein wenig ausbaut und auch mit 41 Jahren noch für Werder in der Bundesliga trifft.

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  • Karsten Lübben

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 14. Februar 2019, 18:06 Uhr