Pavlenka hadert mit sich – und hofft auf Moisander und Toprak

Der Tscheche ist mit seiner Leistung in der Hinrunde nicht zufrieden. Er hofft aber, dass Niklas Moisander und Ömer Toprak in der Rückrunde für Stabilität sorgen.

Jiri Pavlenka in einer Medienrunde auf Mallorca.

Zwei Jahre lang war der Torwart der Überflieger bei Werder. Nach seinem Wechsel an die Weser machte Jiri Pavlenka die fast schon chronischen Probleme zwischen den Pfosten bei den Bremern vergessen. Ein Wechsel zu einem Topclub in Europa im kommenden Sommer schien schon gewiss. Doch in dieser Saison läuft es auch beim Tschechen nicht. Als Werder abstürzte, taumelte auch der Torwart häufig. Beispielsweise beim 2:2 gegen Freiburg, als er vor dem 1:1 den Ball gegen Nils Petersen vertändelte oder beim 1:3 in Mönchengladbach, als er vor dem 0:2 durch den Strafraum irrte. Erst am Ende der Hinrunde fing er sich wieder und knüpfte an einstige Glanzleistungen an.

"Ich kann nicht zufrieden sein. Auch ich habe einige Fehler gemacht", hadert Pavlenka mit seiner Leistung im zurückliegenden halben Jahr. Das verriet er am Donnerstag während einer Medienrunde im Trainingslager auf Mallorca. So eine Saison, erklärt der Torwart, habe er noch nie erlebt. Vor allem die 41 Gegentore nach der Hinrunde stören ihn. Zumal die Bremer nicht ein einziges Mal zu Null gespielt haben.

Das muss besser sein. Vor zwei Jahren haben wir 40 Gegentore in einer kompletten  Saison erhalten. Aktuell ist es zu viel. Ich denke, das kam, weil wir kein Spiel mit derselben Startelf spielen konnten.

Werder-Torwart Jiri Pavlenka

Moisander und Toprak sollen für Stabilität sorgen

Vor allem in der Defensive musste Werder munter improvisieren. Das eingeplante Stamm-Duo um Niklas Moisander und Ömer Toprak fiel lange aus. Gerade von diesen beiden Spielern erhofft sich Pavlenka aber Stabilität in der Abwehr. "Beide Spieler bringen sehr viel Erfahrung mit. Ich glaube, für dieses Team ist das aktuell sehr wichtig", sagt Werders Keeper. Wichtig sei vor allem, dass die angestammte Viererkette um Theodor Gebre Selassie, Toprak, Moisander und Ludwig Augustinsson fit sei.

Wir müssen jedes Spiel mit der gleichen Aufstellung spielen. Dann werden wir stärker sein."

Werder-Torwart Jiri Pavlenka

Pavlenka: "Ich liebe Bremen"

Seines Stammplatzes kann Pavlenka sich dabei auch trotz der durchwachsenen Hinrunde gewiss sein. Seine Ambitionen sind aber weiterhin größer. Der Traum von einem Wechsel zu einem Topclub scheint noch nicht ad acta gelegt zu sein.

Ich liebe Bremen, das ist eine tolle Stadt mit tollen Menschen und tollen Fans. Ich will dem Team helfen, aber jeder Profi hat natürlich die höchstmöglichen Ziele. Auch ich möchte den nächsten Schritt machen. Der nächste Schritt ist jetzt erstmal, wieder meine Leistung zu bringen.

Werder Torwart Jiri Pavlenka

Gelingt ihm dies in der Rückrunde, könnte Werders einstiger Überflieger schon bald den Abflug machen.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 9. Januar 2019, 18:06 Uhr