Ducksch noch fraglich – wird Werders Sturm gegen Nürnberg gesprengt?

Werder vor Nürnberg: So könnten sie im Max-Morlock-Stadion spielen

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Marvin Ducksch und Felix Agu könnten den Bremern im Spiel beim 1. FC Nürnberg am Freitag (18:30 Uhr) fehlen. Kapitän Ömer Toprak steht eventuell wieder im Kader.

Das Sturm-Duo Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug war bei Werder beim 1:1 gegen den FC St. Pauli am Samstag ein echter Lichtblick und funktionierte auf Anhieb. Nach einem tollen Pass von Füllkrug brachte Ducksch die Bremer gegen die Kiezkicker in der 62. Minute in Führung. Bei den Fans weckte dies die Hoffnung, dass die Werder-Offensive nun endlich wieder mehr Gefahr ausstrahlt.

Bereits am Freitag im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg könnte das Bremer Sturm-Duo allerdings wieder gesprengt werden, denn Marvin Ducksch hat mit Obschenkelproblemen zu kämpfen. Der 27-Jährige setzte daher zu Beginn der Woche mit dem Training aus, am Mittwoch nahm er an diesem jedoch wieder teil. Als Fingerzeig dafür, dass Ducksch auch am Freitag spielen kann, will Coach Markus Anfang dies allerdings nicht verstanden wissen. "Marvin hat jetzt die erste Einheit in dieser Woche absolviert. Wir müssen mal schauen, wie er darauf reagiert", sagte er am Mittwochmittag auf der Pressekonferenz. Noch sei auch offen, ob Ducksch am Donnerstag das Abschlusstraining mit der Mannschaft absolvieren könne.

Stellt Anfang die Offensive um?

Fällt Ducksch aus, würde dies die Bremer hart treffen. Fünf Tore hat er in dieser Saison bereits für das Team erzielt und am Freitag geht es mit den Nürnbergern ausgerechnet gegen das Team, das bisher die wenigsten Gegentore (neun) kassiert hat. Sollte im Sturm lediglich Füllkrug zur Verfügung stehen, könnte Werder auf eine 3-6-1-Formation umstellen. Dann, so Anfang, könne auch ein Spieler vorne reingestellt werden, der eher als offensiver Mittelfeldspieler oder hängende Spitze agiert, im Ballbesitz dann aber die zweite Position im Sturmzentrum einnimmt. Diese Rolle könnte zum Beispiel Leonardo Bittencourt einnehmen, der gegen St. Pauli aufgrund einer Grippe aussetzen musste.

Wir werden uns auf beide Szenarien vorbereiten und dann am Ende eine Entscheidung fällen.

Cheftrainer von Werder Bremen Markus Anfang auf einer Pressekonferenz.
Werder-Coach Markus Anfang

Fehlt auch Agu?

Felix Agu führt gegen St. Pauli den Ball.
Felix Agu hat gegen St. Pauli einen starken Auftritt abgeliefert. Bild: Imago | Foto2press

Neben Ducksch würde die Bremer es auch treffen, wenn Felix Agu am Freitag ausfallen wurde. Der 22-Jährige hat gegen St. Pauli auf der rechten Seite ein starkes Spiel hingelegt und war einer der besten Spieler auf dem Platz. In dieser Woche konnte er aber nicht am Mannschaftstraining teilnehmen, weil ihm Wadenprobleme zu schaffen machen.

"Wir hatten schon einmal so eine ähnliche Situation", erzählte Anfang. Damals sei Agu trotzdem ins Training eingestiegen und habe sich im Anschluss verletzt. Unklar sei auch bei ihm noch, ob er am Abschlusstraining teilnehmen könne. Anfang ließ jedoch durchblicken, dass Agu wohl eher kein Kandidat für die Startelf sein wird, da er die ganze Woche nicht trainiert hat.

Kehren Toprak und Groß zurück?

Während Ducksch und Agu eventuell ausfallen, kann Werder in Nürnberg möglicherweise wieder auf Ömer Toprak und Christian Groß zählen. Beide waren in dieser Woche nach ihren Verletzungen wieder im Mannschaftstraining dabei, fehlten zuvor aber lange verletzt. Toprak kam zuletzt am 11. September beim 3:0-Sieg in Ingolstadt zum Einsatz. Bei ihm will Anfang abwarten, wie das Abschlusstraining am Donnerstag läuft. "Dann werden wir darüber sprechen, ob es Sinn macht, ihn mitzunehmen." Ein Kandidat für die Startelf wird er aber wohl nicht sein.

Groß gab bereits am Samstag sein Comeback und wurde in der Schlussphase eingewechselt. Anfang scheint sich aber noch nicht sicher zu sein, wieviel dieser nach seiner Ende September im Training erlittenen Knieverletzung bereits wieder im Tank hat. Bei ihm will der Coach ebenfalls das Abschlusstraining abwarten. "Auch bei ihm müssen wir dann entscheiden, wie wir mit ihm umgehen." Die Reise ins Frankenland dürfte Groß aller Voraussicht nach aber mitantreten.

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Autor

  • Karsten Lübben Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 3. November 2021, 18:06 Uhr