Moisander will Liga aus eigener Kraft halten

Gerade in Zeiten der Corona-Krise müssen Fußballer Vorbild sein, findet Werders Kapitän Niklas Moisander. In einem Punkt kann er der Krise auch etwas Positives abgewinnen.

Video vom 24. März 2020
Der Kapitain von Werder Bremen Niklas Moisander bei einer Pressekonferenz im Weserstadion
Bild: Radio Bremen

"Wir wollen den Klassenerhalt auf dem Platz schaffen", sagte Werders Kapitän Niklas Moisander am Dienstag. Spekulationen darüber, ob sein Verein die Klasse auch ohne eigenes Zutun, etwa durch eine Aufstockung der Liga, halten könnte, erteilte er eine Absage: "Wir trainieren individuell sehr hart und wollen unbedingt spielen. Wir sind bereit."

Niklas Moisander über das Thema Gehaltsverzicht:

Inzwischen haben die Spieler dem Verein ihre Bereitschaft mitgeteilt, auf Teile ihrer Gehälter zu verzichten. Das Signal der Mannschaft sei klar, sagt Moisander: "Wir alle wollen etwas tun, um den Mitarbeitern und dem Verein zu helfen." Und weiter: "Wir finden diesen Verein, die ganze Stadt geil und wollen jeden in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Wir als Fußballer müssen auch Vorbild sein."

… seinen Fitnesszustand:

Fit zu blieben sei nicht schwierig, man müsse nur diszipliniert sein, sagt Moisander. Nach dem Frühstück gehe er bei gutem Wetter draußen joggen, danach folgen Kraftübungen. Jedoch: "Es macht nicht so viel Spaß wie das Training mit der Mannschaft. In der Gemeinschaft ist es schöner."

... seine Rolle als Kapitän:

Bei Werder gibt es einige Spieler, die in Bremen bleiben mussten und nun nicht bei ihren Familie sein können. Um sie kümmert sich ihr Kapitän nun besonders, auch wenn es schwierig sei, mit ihnen in Kontakt zu sein. "Wenn jemand Hilfe braucht, helfe ich. Ich versuche alles zu tun, damit die Stimmung gut ist und die Spieler zufrieden sind."

… seine Mitspieler:

Für seine Teamkollegen, die noch keinen Kontrakt für die nächste Saison haben, ist es eine besonders schwierige Situation. Keiner hat Gewissheit, wie es nach dem 30. Juni weitergeht. "Man weiß nicht, wie die Welt aussieht in drei, vier Monaten", so Moisander. Langzeitverletzte Mitspieler wie etwa Niclas Füllkrug und Kevin Möhwald hätten hingegen nun etwas mehr Zeit, um in Form zu kommen. Dies sei "einer der wenigen positiven Punkte", die er der Krise abgewinne.

… Klopapier:

"Ich habe noch genug Toilettenpapier", sagte Moisander grinsend, dennoch sei es "schon eine große Herausforderung, welches zu finden".

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Autor

  • Helge Hommers

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 24. März 2020, 18:06 Uhr