Werder-Finanzchef Filbry: Mittelstands-Anleihe "ein faires Geschäft"

Die Bremer denken über die Möglichkeit nach, notwendige Einnahmen durch Anleihen zu generieren. Das Modell sei ein "bekanntes und bewährtes Finanzinstrument", so Filbry.

Sonnenlicht fällt ins im Schatten liegende Weser-Stadion.
Damit auch in Zukunft im Weser-Stadion Bundesliga-Fußball steigen kann, muss Werder über neue Wege Einnahmen generieren. Ein mögliches Modell sind Mittelstandsanleihen. Bild: Nordphoto/Gumzmedia

Die Corona-Pandemie kostet Werder zwischen 35 und 40 Millionen Euro. Der Klub braucht daher dringend Geld, zur Not auch auf eher ungewöhnlichen Wegen. Zuletzt etwa hatte es Berichte gegeben, wonach die Bremer Einnahmen über sogenannte Mittelstands-Anleihen generieren könnten. Im Gespräch mit dem TV-Sender "Sky" hat Finanzchef Klaus Filbry am Samstagnachmittag bestätigt, dass der Verein über ein solches Modell nachdenkt. "Wir sind in Überlegungen, ob wir diesen Schritt gehen", sagte Filbry in der Halbzeitpause des Bundesligaspiels zwischen Werder und Wolfsburg.

Werder-Finanzchef Klaus Filbry sitzt in seinem Büro beim Interview mit dem Sportblitz.
Hat Überlegungen zu einer Mittelstandsanleihe bestätigt: Werder-Finanzchef Klaus Filbry Bild: Radio Bremen

Eine solche Anleihe richtet sich nicht an Einzelpersonen wie bei einer Fananleihe, sondern an Institutionen wie Banken und Versicherungen. Bei dem Modell handelt es sich um "ein faires Geschäft" für beide Seiten, so Filbry. Sollte sich Werder für diesen Schritt entscheiden, würde der Verein über einen Zeitraum von fünf Jahren Geld bei seinen Anlegern sammeln. Im Anschluss würden die Geldgeber einen verhältnismäßig hohen Zinssatz erhalten. Es handele sich um ein "bekanntes und bewährtes Finanzinstrument", so Filbry.

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Video vom 20. März 2021
Werder-Trainer Florian Kohfeldt spricht bei einer Pressekonferenz.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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  • Helge Hommers Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Rundschau am Morgen, 17. März 2021, 7 Uhr