Werder-Neuzugang Lang: "Der Parkplatz war in Gladbach besser"

Fast drei Wochen ist Werders neuer Außenverteidiger Michael Lang in Bremen. Der Neuzugang über einen Start nach Maß, seine Rolle im Team und die kommenden Gegner.

Werder Bremens Fussballspieler Michael Lang in einer Pressekonferenz

Wenn alle Beteiligten wollen, kann ein Wechsel in der Bundesliga ganz schnell gehen. Der Transfer von Michael Lang aus Gladbach nach Bremen war so einer. Werder wollte unbedingt noch einen Außenverteidiger verpflichten. Michael Lang war wegen seiner Reservistenrolle bei den Fohlen unglücklich. Und Borussia Mönchengladbach wollte den Schweizer Nationalspieler von der Gehaltsliste streichen. Es passte für alle.

So hatte Lang nicht einmal Zeit, sich in Bremen eine Wohnung zu suchen. Fast drei Wochen nach seinem Wechsel spricht der Neuzugang nun über ...

1 ... die erste Zeit in Bremen

"Der erste Eindruck hat nicht getäuscht. Ich wurde von allen sehr, sehr gut aufgenommen. Schlussendlich zählt dann aber auch das Spiel am Wochenende. Und da haben wir zweimal gewonnnen. Das war das Wichtigste. Denn der ganze positive Eindruck bringt nichts, wenn du am Ende hier sitzt und hast noch kein Spiel gewonnen. Sportlich hätte ich den Start nicht besser malen können.

Ich muss aber zugeben, dass ich noch nicht so viel gesehen habe von der Stadt. Das war fast nur auf das Hotel beschränkt. Bei der Wohnung bin ich jetzt fündig geworden. Das war nicht ganz einfach, wenn man von jetzt auf gleich die Stadt wechselt. Zwei, drei Mal wurde ich auch schon angesprochen in der Stadt. Man merkt, wie die Leute hier hinter dem Klub stehen. Das gibt einem ein positives Gefühl."

2 ... den Sieg gegen Union Berlin

Michael Lang lacht bei einer Pressekonferenz in eine Mikrofon
Den Start hätte sich Michael Lang sportlich nicht besser ausmalen können. Bild: Imago | Nordphoto

"Das war ein schweres Stück Arbeit! Gegen einen unangenehmen Gegner, der einen speziellen Fußball spielt mit vielen langen Bällen, viel Kampf, viel auf die ersten und zweiten Bälle gekommen ist. Da muss man das Spiel annehmen. Egal, wer auf dem Platz steht. Das war nur möglich, weil wir alle die richtige Mentalität hatten. Mit Leipzig, Dortmund und Frankfurt auswärts warten jetzt sehr schwere Gegner auf uns vor der nächsten Länderspielpause. Der Sieg in Berlin war darum richtig wichtig und hat uns weiter zusammengeschweißt."

3 ... über die Unterschiede von Gladbach und Werder

"Was ich sagen kann, ist, dass ich wieder bei einem Super-Verein gelandet bin. Wir haben tolle Trainingsbedingungen hier und fähige Leute. Vergleiche zu ziehen, fällt mir schwer. Klar kann man sagen, hier ist die Kabine ein bisschen größer, der Kraftraum ist ein bisschen größer. Vielleicht waren die Plätze in Gladbach besser. Der Parkplatz war da in Gladbach auch besser. Das ist hier ja ein bisschen schlecht. Aber es geht um Fußball, und die Dinge sind gegeben. Das merkt man nicht nur mir an, sondern auch den anderen Spielern. Man kann sich hier wohlfühlen."

4 ... Werders Verletzungspech

Michael Lang verzieht das Gesicht bei einer Presskonferenz
Augen zu und durch: Einen Grund für Werder Verletztenmisere kann Lang nicht erkennen. Bild: Imago | Nordphoto

"Wir trainieren auf einem guten Level und machen nicht nur Pause, damit ja nichts mehr passiert. Wir trainieren ganz normal. Und mir ist nichts aufgefallen, worüber ich mir an den Kopf fassen muss und denke: 'Oah, das ist ja komplett falsch hier!' Es läuft alles eigentlich normal. Ich würde sagen, das liegt nicht an den Leuten hier. Das muss wirklich Pech sein.

5 ... eine möglich Rolle als Führungsspieler

"Jeder Spieler, der ein bisschen Erfahrung hat und der ein bisschen älter ist, ist gefragt, noch ein bisschen mehr Verantwortung zu übernehmen. Aber ich bin jetzt erst seit gut zwei Wochen hier. Das bringt ja nichts, wenn ich auf dem Platz den Chef raushängen lassen will. Das kaufen die Mitspieler mir nicht ab. Wir haben auch überhaupt keinen Mangel an Führungsspielern. Auch nach den ganzen Ausfällen nicht. Wir haben eine funktionierende Mannschaft. Aber klar, hat man lieber was zu sagen und gehört zu den Führungsspielern, als zu denen, die gar nichts zu melden haben."

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 17. September 2019, 18:06 Uhr