Falls Werders Augustinsson ausfällt: "Leidender" Agu steht bereit

Der 20-Jährige kam bei den Bremern bislang kaum zum Zug. Trotzdem hat Werder-Trainer Florian Kohfeldt kein Bauchweh, sollte er Agu gegen Augsburg bringen müssen.

Felix Agu setzt sich im Training gegen Leonardo Bittencourt durch.
Bislang durfte Werders Felix Agu (Mitte) sich überwiegend nur im Training durch die gegnerischen Abwehrreihen kämpfen. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Mit sechs Torvorlagen ist Ludwig Augustinsson Werders erfolgreichster Vorlagengeber. Dass der Linksverteidiger zu Beginn der Mittwochs-Trainingseinheit angeschlagen den Platz verließ, sorgte dementsprechend für einige Sorgesfalten. Wenige Stunden später gaben die Grün-Weißen zwar Entwarnung und sprachen auf der Vereins-Homepage von einer "Vorsichtsmaßnahme". Jedoch steht der Einsatz des Schweden im Heimspiel gegen Augsburg (Samstag, 15:30 Uhr) weiterhin auf der Kippe. "Bei Ludde sind wir momentan noch bei den Untersuchungen. Ob er spielen kann, wird sich morgen oder erst am Spieltag entscheiden", sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt in der Pressekonferenz am Donnerstag.

Ludwig Augustinsson geht mit grimmigem Gesichtsausdruck vom Platz.
Der Einsatz von Werder-Linksverteidiger Ludwig Augustinsson gegen Augsburg steht auf der Kippe. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Sollte Augustinsson tatsächlich ausfallen, stünde Felix Agu als Ersatz bereit. Der 20-Jährige ist sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite, wo Vize-Kapitän Theo Gebre Selassie gesetzt ist, der Backup-Außenverteidiger. Keine einfache Situation für den Neuzugang. "Felix leidet ein bisschen darunter, dass er mit Theo und Ludde zwei absolut gestandene Bundesliga-Spieler vor sich hat", so Kohfeldt. Die Einsatzzeiten, die der U21-Nationalspieler nach seinem Wechsel an die Weser erhalten hat, sind daher auch überschaubar: Ganze 47 Minuten stand Agu in der Bundesliga erst auf dem Rasen.

Corona-Erkrankung setzte Agu außer Gefecht

Neben der Konkurrenz ist ein weiterer Grund hierfür die Corona-Infektion, die ihn zwischenzeitlich außer Gefecht gesetzt hatte und weiterhin nachwirkt. Das Virus verhinderte, dass Agu auch Ende Oktober nicht zum Einsatz kam, als Augustinsson wegen einer Oberschenkelzerrung in mehreren Bundesliga-Partien aussetzen musste. "Hätte er seine Corona-Erkrankung nicht gehabt, hätte er damals auf jeden Fall gespielt", sagte Kohfeldt nun. Trotzdem sei der Eindruck, den der 38-Jährige von seinem Schützling gewonnen habe, "sehr positiv" und das Vertrauen, das er in ihn habe, "sehr groß".

Bauchschmerzen hätte der Werder-Coach also nicht, sollte er einen Wechsel auf der Linksverteidiger-Position vornehmen müssen. Auch wenn sich dadurch zwangsläufig im Spiel der Bremer etwas ändern würde. "Felix hat ein anderes Stärken-Schwächen-Profil", sagte Kohfeldt. So könne Agu mit seinem linken Fuß nicht die scharfen Flanken schlagen, wie es Augustinsson zuletzt immer häufiger zeigte. Allerdings brächte sein Mitwirken andere Vorteile mit sich: "Wir würden mehr Geschwindigkeit und ein Stück weit auch etwas mehr Unbekümmertheit gewinnen", so der Werder-Trainer.

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Video vom 12. Januar 2021
Die Werder- Profis stehen zusammen auf dem Trainingsplatz.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 14. Januar 2020, 18:06 Uhr