Infografik

Werder gegen Leverkusen: Warum diesmal vieles anders ist

Gegen Bayer Leverkusen hat Werder in der Hinrunde mit 2:6 im Weserstadion verloren. Jetzt reisen die Bremer nach Leverkusen. Unter ganz anderen Vorzeichen.

Der Leverkusener Julian Brandt und der Bremer Maximilian Eggestein kämpfen um einen Ball.
Beide 22 Jahre, beide mit Bremer Geschichte: Leverkusens Julian Brandt und Werders Maximilian Eggestein. Bild: gumzmedia | Andreas Gumz

Der 28. Oktober 2018 war ein bitterer Sonntagabend für Werder: Die Mannschaft kassierte am neunten Bundesliga-Spieltag mit 2:6 eine haushohe Niederlage gegen Bayer Leverkusen. Bis dato hatte Werder von acht Spielen, fünf Spiele gewonnen und nur eines verloren. Nach der Begegnung gegen Leverkusen war dann aber irgendwie der Wurm drin. Siege wurden seltener. Nun trifft Bremen in der Rückrunde erneut auf Bayer – und vieles ist dieses Mal anders.

1 Die vorherigen Spiele

Werder ging in das Hinrunden-Spiel gegen Leverkusen mit großem Selbstbewusstsein. Die Mannschaft war unter Florian Kohfeldt damals saisonübergreifend seit 17 Heimspielen ungeschlagen. Die Gäste hingegen holten in den vier Partien davor keinen Sieg. Das Momentum lag bei Werder.

Man muss sagen, dass wir auf den besten Kader nach Bayern treffen. Leverkusen ist unfassbar gut.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt

Nun sieht es anders aus: Leverkusen konnte von den vergangenen sieben Bundesligaspielen sechs gewinnen – unter anderem gegen Bayern München. Nur in Dortmund mussten sie eine Niederlage einstecken. Werder schaffte im gleichen Zeitraum nur fünf Unentschieden und zwei Siege.

2 Die Laufbereitschaft

"Sie spielen jetzt einen Fußball, der super zu ihnen passt.", sagte Kohfeldt über die Mannschaft von Peter Bosz. Leverkusen sei "unheimlich beweglich im Zentrum" und komme mit "Tempo auf den Außen".

Mit Maximilian Eggestein und Davy Klaassen – den Dauerläufern im Mittelfeld – sowie den Außenverteidigern Ludwig Augustinsson und Theodor Gebre Selassie gehören über die Saison gesehen zwar vier Bremer zu den Top-Läufer der Bundesliga. Aber seit Bosz in Leverkusen auf der Trainerbank sitzt, hat auch bei Leverkusen die Laufleistung zugenommen. Betrachtet man nur die Zeit unter Bosz, dann ist Leverkusen die Mannschaft mit den meisten Kilometern insgesamt.

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3 Der Tabellenplatz


Werder startete gut in die Saison, holte Siege in Frankfurt und auf Schalke. Als die Mannschaft dann am neunten Spieltag Leverkusen empfing, stand sie auf dem vierten Tabellenplatz – einem Champions-League-Rang.

Vor dem Leverkusenspiel war Euphorie pur. In ganz Bremen. Gefühlt ist jeder gekommen und hat gesagt: 'Also Leicester hat das auch mal geschafft, ne…'

Werder-Trainer Florian Kohfeldt

Nun sei bis zum Sieg gegen Schalke am vergangenen Spieltag lange Zeit eher eine latente Unzufriedenheit da gewesen. Auch in der Kabine, so Kohfeldt.

Ganz anders Leverkusen. Das Team kletterte nach dem Hinrundenspiel in Bremen mit kleinen Rückschlägen immer weiter nach oben in der Tabelle: vom zwölften auf den sechsten Platz. Das Selbstbewusstsein der Leverkusener dürfte riesig sein.

4 Die Werder-Stürmer

Werderspieler Fin Bartels lächelt im Weser-Stadion
Fin Bartels: Bringt ihn Trainer Kohfeldt gegen Bayer? Bild: imago | Max Maiwald

Im Hinspiel kam Claudio Pizarro in der zweiten Halbzeit für Marco Friedl. Und er schoss prompt den 1:3-Anschlusstreffer in der 60. Minute. Sein Einsatz in Leverkusen ist nach einer Muskelverletzung im Oberschenkel nun aber fraglich. Dafür ist ein anderer Stürmer, der im Weserstadion noch verletzt zuschauen musste, wieder zurück im Team: Fin Bartels. Ob schon ein Ersatz für Pizarro sein kann, bleibt abzuwarten.

Von der Qualität her sei er ein Ausnahmespieler in der Bundesliga, meint Kohfeldt. Der Trainer hält also viel von ihm. Dennoch sieht er ihn nach der langen Verletzung zunächst nur "in der Herausforderrolle".

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 13. März 2013, 18:06 Uhr